wie soll ich als Deutscher in Österreich bitte ein Portrait zu meinem Lieblingkandidaten im amerikanischen Wahlkampf schreiben. Dafür müsste ich ja erst einmal einen haben. Und um einen zu haben müsste ich zumindest etwas mehr Ahnung von amerikanischer Politik und den Positionen der Kandidaten haben, als das im Moment der Fall ist.

Klar Obama ist sympathisch, liberal, ein bißchen links, Kriegsgegner. Aber viel mehr über seine Inhalte wage ich im moment nicht zu wissen. Dafür gibt es ja das Internet und am leichtesten macht es mir der Spiegel: Neben seiner neuen Seite 2 gibt es auch ein Quiz, dass mir zeigt welcher der richtige Präsident für mich ist. Ganz ähnlich also dem Wahl-o-mat. Toll. Geht ganz schnell und ist ganz einfach. Ohne Nachdenken zum richtigen Präsidenten. Wählen 2.0

Und das lustige Ergebniss, ich wäre für mich selbst der beste Präsident. kaum Abweichungen, ich bin fast immer einer Meinung mit mir selbst. wie wunderbar… ;-)

Nett ist auch, dass Clinton (bei mir auf Platz drei) schon ihren politischen Nachruf im Spiegel lesen/sehen kann..

Eigentlich war ich nie ein Fan von Blogs, die eine Linksammlung erstellen, aber inzwischen finde ich darüber die spannendsten Beiträge. So auch häute und deshlab meine erste Linksammlung:

Elfriede Jelinek verarbeitet Amstetten

Ein verstörender Text, der keinesfalls am Bildschirm zu lesen ist. Ich finde ihn wie geagt, verstörend, aber absolut passend.

Skandale in Österreich und der Schweiz

Andreas Masüger greift Amstetten auf, und geht auf die Role von “Experten” in den Medien ein. Ein kleiner Denkzettel, der ohne diesen Anlass noch seriöser wirken würde.

Offener Brief von ROG an Dimitri Medwedjew

Forderungen nach mehr Pressefreiheit in Russland.

Texte ohne Substanz

noch ein Denkzettel für die Fluffies. Ein Plädoyer gegen rundgelutsche Texte, das sich neben PR - isten (also Humanum publicarum relationes) auch Journalisten zu Herzen nehmen sollten. (Frei nach dem Motto: “Ob schriftlich oder militant, wichtig ist der Widerstand;-)”

Have a nice day

Dieser Beitrag ist hauptsächlich als Skriptum für meine Kollegen. Mein Text dient als Überblick und ist daher recht oberflächlich, ich empfehle wärmstens die Verlinkungen, sie geben meist einen tieferen Einblick. Ich habe mich auch auf die wesentlichsten Quellen des Referates  beschränkt

Google: kein Anfang und kein Ende, aber der Vortrag muss seinen Abschluss nun mal in verschriftlichter Form finden. Es ist nur ein kurzer Abriss zu Unternehmen und Kritik. Ich hoffe die Verlinkungen geben ausreichend Einblick in dass Können und die Gefahr von Google, aber ich will weder zu viel PR noch zu viel Copy-and-Paste-Kritik anbringen, Deshalb in großen Schritten und wachen Augen durch die Google-Welt:

Google ist zu aller erst eine Suchmaschine und zwar eine, mit einer Monopolstellung in Europa.

90% aller europäischen Internetnutzer googeln. Weltweit sind es etwa 50% aller Internetuser. Hinter der vor 10 Jahren gegründeten Suchmaschine steht das 169 Milliarden Dollar schwere US-Unternehmen Google.Inc.

Zur einfachen Suchmaschine kommen zahlreiche Dienste:

Analoge Geräte wie der Kalender werden von Google in digitaler Variante ermöglicht. Von der Post (gMail) über den Atlas (GoogleEarth) bis zum Tagebuch (eBlogger) um nur einen kleinen Ausschnitt zu nennen

Damit ist Google im doppelten Sinn ein Beispiel für „Medienkonzentration“. Eine absolute Monopolstellung verbunden mit der Vereinigung einer Unzahl verschiedener Dienste unter einer Marke, einer Benutzeroberfläche und nie zu vergessen, einem Passwort.

Wie funktioniert Google:

Kerngeschäft von Google ist trotz aller Zusatzdienste weiter die Suchmaschine. Sie wird am häufigsten genutzt und aus ihr zieht Google seinen finanziellen Gewinn. Google bietet mit der Onlinesuche eine Orientierung im WorldWideWeb. Als größte Errungenschaft gilt PAGE RANK. Dieses macht es möglich, einzelnen Webseiten nach ihrer Relevanz für den Nutzer zu ordnen. Google entscheidet was wichtig ist und was nicht. Wie dieser ominöse Algorithmus funktioniert ist geheim, aber er ist erfolgreich. Mindestens genau so erfolgreich funktioniert das AdSense- und das AdWordsprinzip. Dahinter verbirgt sich nichts weiter, als dass neben den Suchanfragen passende Werbeanzeigen geschaltet werden. (AdWords) und Webseitenbetreiber passende Werbung durch google auf ihre seite stellen können (AdSense)

Die Werbeindustrie zahlt dafür Geld, das ihre Anzeigen nur noch potentiellen Kunden gezeigt werden. Damit verhindert der einzelne Werbende einen großen Strebverlust und Google kann sich finanzieren.

Nach dem gleichen Prinzip werden die e-mails, die über Gmail versandt werden gescannt und zum Inhalt passende Werbeanzeigen geschaltet. Dort beginnt auch die Kritik an Google und ich versuche nun eine halbwegs übersichtliche aber keineswegs vollständige Auflistung der Kritiker und Kritikpunkte:

Speicherung von Suchanfragen:

Google speichert alle getätigten Suchanfragen mit der zugehörigen IP-Adresse. (nach eigenen Angaben nur 18 Monate). Kein User hat Einsicht, welche Daten gespeichert werden. Es gibt keine Möglichkeit gespeicherte Daten zu löschen. Lediglich die Cookies die Google hinterlässt lassen sich löschen. Google speichert jedoch nicht nur Daten, die direkt in die Suchmaschine eingegeben werden, sondern auch wie lang auf welchen Webseiten gesurft wird und wenn eine Webseite einen GoogleDienst wie AdSense integriert, werde auch dort die Nutzerdaten gespeichert, ohne das der User davon weiß. Google will so die Ergebnisse der Suche und die Angebote für Webseiten optimieren. Siehe dazu auch ontraxx.

Zweiter Kritikpunkt sind die kapitalistischen Interessen, die das Motto: “Don’t be evil“ auf lang Sicht unmöglich machen. Das Börsennotierte Unternehmen müsse im Zweifelsfall immer auf den Profit konzentriert sein.

Unterschiedliche Kritiker haben unterschiedlichste Forderungen an Google:

Jean-Noël Jeanneney:

Er beschreibt in seinem Buch „Googles Herausforderung“ die Gefahr, die von einer amerikanischen Firma ausgeht, die sich zur zur Bibliothek der Welt macht. Hauptkritik richtet sich dabei auf GoogleBooks. Dieses würde eine Dominanz der englischen Sprache und Kultur in Europa mit sich bringen. Außerdem hinterfragt er, nach welchen Kriterien die Bücher ausgewählt und gerankt werden.

Er spricht sich für eine europäische Alternative zu Google aus, wie sie zum Beispiel durch seekport.de, gegeben ist und wie sie mit Quaero versucht wurde.

Jeanneney, Jean-Noël: Googles Hrausforderung. Für eine europäische Bibliothek. Berlin 2006.

Einen anderen Weg schlägt Herman Maurer am Ende seiner Studie vor.

Er fordert, dass Goggle von der privaten in eine öffentlich/rechtliche Gesellschaft übergeht. Nur wenn die Pflicht des unbedingten Profits verschwunden wäre, könnte man die enorme Datenspeicherung verantworten. Er fordert eine stärkere Einmischung von Politik und Regierung.

Dafür wird er wiederum von einem weiteren Österreichischen Google-Kritiker kritisiert. Auch die Google Gegner sind sich nicht einig.

Kurier-Autor Gerald Reischl hat mit der Google-Falle das wohl aktuellste deutschsprachige Buch zum Thema geschrieben.

Er wirft Google die Undurchsichtigkeit und Manipulierbarkeit des Page-Rank Allgorithmus genau so vor, wie die Speicherung der User-Daten vor.

Er fordert einen kritischeren Umgang mit der Suchmaschine (Schulfach Googeln), mehr Alternativen und mehr Transparenz

Reischl, Gerald: Die Google Falle. Die unkontrollierte Weltmacht im Internet. Wien 2008.

Die Zukunft Googles sehen „Experten“ zwischen Tod und Weltherrschaft.

Für das Ende von Google spricht die Kurzlebigkeit von Internet-Unternehmen. (DotComBlase), der riesige Energie- und Speicheraufwand von Googles Serverfarmen. Für die anhaltende Vormachtstellung sprechen die bisherige Entwicklung Goggles, die unheimliche Geschwindigkeit bei der Entwicklung neuer Dienste, die Möglichkeiten Googles potentielle Konkurrenten aufzukaufen und die dauerhafte Prägung des Internetnutzer auf Googledienste.

Die Wahrheit wie wie so oft in der Mitte liegen. Ich finde die Idee der euopäischen Alternative am spannensten, glaube aber daran, dass Google sich durchsetzten wird. Wenn schon auf einer Konferenz, bei der kein einziger Englischsprachiger Präsident vorhanden ist nur Englisch gesprochen wird, gibt es kein Problem mehr Europas Kultur in amerikanischer Sprache zu erhalten.

Hinter der Zukunft der Googles, des Internets und der Welt (hoffen wir, dass es nciht das Gleiche wird) stehen wohl so viele Fragezeichen, wie Nullen in Googol,

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weitere gute Quellen:

Die Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel des Wissens. Hg. von Kai Lehmann und Michael Schetche. Bielefeld 2005.

und meiner Meinung nach Pflichlektüre für alle Journalismusstudenten:

Recherche im Internet von David Röthler

“Aus dem Raum für das Sinnlose

ergibt sich manchmal der Platz für Sinn”

Werner Schandor

Wie wahr…

ich bin das

bin und

und ihr

bin ohne und

und ihr

bin ich

Mars1

Mars2

Entgegen der Behauptung von PI, lese ich im Fritz Hausjell-Interview keine unmitelbare Forderung nach Pressezensur. Von den anderen Blödheiten bei PI ganz zu schweigen, aber trotzdem Danke, dass das Thema aufgegriffen wird.

Hausjell appeliert eher an so etwas wie die “Selbstverantwortung” der Medien, die sich der Flachgeistigkeit einiger Leser anpassen sollen. Also Selbstzensur statt Rotstift. Nur weil die Leserschaft die Berichterstattung so wahrnimmt, als wären “die meisten Kriminellen [...] Ausländer” , ist es noch nicht zwangsläufig der Fehler des Mediums.

Aber Hausjell hat ja recht: “Man muss sich aber dessen bewusst sein, dass so bei der Leserschaft vermittelt wird, die meisten Kriminellen seien Ausländer”

Aber die Konsequenz der Selbstzensur ist doch etwas Unsinnig, gerade in einer Welt in der jede Information über das Netz zu bekommen ist. Die Nichtnennung des Herkunftslandes von Kriminellen wäre etwa so sinnvoll wie die Selbstbeweihräucherung des KURIER, der ganz stolz ist keine Namen und keine Bilder zum Fall von Amstetten zu bringen.

Ich war anfangs begeistert, dass sie der Kurier es unterlassen hat, aber sich dann auf so blöde Art noch damit zu brüsten naja…

Bleibt der Ansatz von Hausjell: “Die Politik muss sich eine Antwort auf Kampagnenjournalismus überlegen. Das betrifft auch die Frage der Vermittlung von Medienkompetenz, die endlich in den Schulen Pflichtfach werden soll.”

Da kann ich nur Zustimmen, obwohl mich der begriff der “Pflicht” tief ins liberale Herz trifft. Aber wenn ich das junge Volk dazu bringe darüber nachzudenken, WARUM eine Zeitung etc. etwas schreibt/nicht schreibt, könnte schon viel gewonnen sein…

In einem Anflug von Sentimentalität hab ich nicht nur viel zu viel geschrieben, sondern auch viel zu persönlich, deshalb nur meine “Leseerfahrungen vom langen Wochenende:

Georg Franck lese ich viel zu selten, aber jedes Kapitel aus seiner Ökonmie der Aufmerksamkeit (ein lustiges Interview, was für ein Sound) ist so voller Richtigkeit. Ähnlich wie Eric-Emmanuel-Schmitt erklärt er das menschliche Verhalten auf das Einfachste und alles was er schreibt kommt einem ständig so vor, als hätte man es schon immer gewusst: „aber auch dann, wenn ein stabiles Selbstwertgefühl einmal aufgebaut ist, bleibt es auf laufende bestätigung angewiesen- Die Selbstwertschätzung wird dann nur nicht so leicht einklicken, wenn die äußere Anerkennung zurück bleibt. Eine gewisse Robustheit ist hier entscheidend…“

Wie persönlich die Wissenschaft doch sein kann. Zum Glück studier ich keine Psychologie ;-)

Wirklich neues gab es in Udo Ulfkottes: „So lügen Journalisten“. Er führt eine Ungeheuerlichkeit nach der nächsten an und erzählt von soviel Betrug, dass man allem misstraut, sogar seinen „Wahrheiteiten“. Wenn man sich die Partei Ulfkottes anschaut, bewahrheitet sich mal wieder: “Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche”. Aber ich lerne eh am liebsten vom politischen G.egner

Mindestens genau so prägend: der wesentlich schätzenswertere Thomas Leif: „Mehr Leidenschaft Recherche“ Noch spannender macht es so richtig Lust in dicken staubigen Aktenwälzern nach politischen Sauereien zu suchen. obwohl es wahrscheinlich die erste Pflicht wäre, all die Geschichten nachzurecherchieren, die in den beiden Büchern auftauchen, aber dann wäre ich wohl bis ans ende meiner tage damit beschäftigt die Vergangenheit ins rechte oder linke Licht zu rücken und das ist wohl fad.

Eine Story trotzdem für alle geschichtslehrer, besonders natürlich meine sehr geschätzten;

Guido Knopp macht nicht nur schlechte Filme, über die man diskutieren kann, seine ganze Persönlichkeit ist zu hinterfragen. Denn, der promovierte Historikus lehrt laut dem Artikel von Thomas Schuler an der Gustav Siewerth Akademie. Der leitende Senat dieser Schule stehe den „ultrarechten, gehimbündlerischen Organisationen wie dem Opus Dei, dem Engelswerk und der Psychosekte VPM nahe.“ Davon steht nicht im Wiki-Artikel. Hier die Gegendarstellung Knopps

Wenn Knopp also ein kleiner Rechter ist, der sich kritisch mit der NS Vergangenheit auseinander setzt, erklärt das zumindest vieles in seinen Filmen. Soviel zum Ernst des Lebens, es hat sich mal wieder bestätigt, das es kein Wissen geben kann, von vertrauen will ich gar nicht reden…

und zum Abschluss das Montagsvideo für die Frau mit den schönen Augen und zu wenig Zeit:

Nein, es ist nicht lustig.

Bilder vom schönsten Job der Welt:Schneeengel mit Herz…

… und Mikro

warten und arbeiten:

Nach aufregenden tagen war für morgen und übermorgen eigentlich ein kleines Beachtournier geplant. zusammen mit “Botho” allias ZottlM

Leider hab ich mir den Knöchel verstaucht und so bleiben die nächsten VIER freien Tage für allein eine Person reserviert. (Und meine Caffee-Photoküche)

Davon unabhängig ein fröhliches Video: Es reicht sich die ersten 30 sek. anzusehen - Ein Grund mehr sich auch auf eine Bild Karriere vorzubereiten ;-)

gehabt euch wohl und schwingt die Fahnen

Also krativauftrag an alle Blogleser. Who is Who. Als kleine hilfe eine - Übersicht der Kandidaten:

Heinz Fischer - Österreich war der erste als Gastgeber. Das erleichtert den Einstieg. Sonst zu finden sind:

Lazlo Solyom - Ungarn

Giorgio Napolitano - Italien

Valdis Zatlers - Lettland

Horst Köhler Deutschland

Lech Kaczynski - Polen

Tarja Halonen - Finnland

Aníbal Cavaco Silva

und jetzt Film ab

zwei

drei

vier

da kommen die ersten Schwierigkeiten. Hinter den dunklen Beinen ganz rechts versteckt sich eine berockte Dolmetscherin und dann fehlt noch das Bild mit fünf Füßen - ich war wohl verwirrt - oder damit beschäftigt, meinen Film zu wechseln. Also weiter mit sechs:

sechs

sieben

acht

Darauf hatten alle gewartet kurzes Lächeln für die Kamera und ab…

Jenen, den es gelingt die füße zuzuordnen, winkt Ruhm und ewiger Verbleib im Olymp der unvergesslichkeit. Die Antworten einfach als Kommentar, Auflösung folgt, oder folgt nicht.

Vom Wettbewerb ausgeschlossen ist der Schneeengel

update:

nachdem der mRqs vom raten zum recherchieren gewechselt (sehr gut) ist hier die Auflösung

AuflösungIch verneige mich