Archiv nach Monaten: Februar 2008

Bei einem meiner zahlreichen Versuche Neagtive sinnvoll zu archivieren, ist mir etwas passiert/gelungen, was mir einen änlichen Andrenalinstoß verpasst hat, wie… naja,
copyright: michael thurm

10 vor 10 berichtet am 26.02. über die Logik des Tierschutzes:

Ich halte fest:

Elefanten sind so zahlreich, dass sie ihren eigenen Lebensraum zerstören.

(Da gab es noch ein Lebewesen…)

Wenn Elefanten abgeschossen werden, vermehren sie sich noch zahlreicher.

(Sind das die letzten verzweifelten Versuche der Tierschützer)

Weil also der Regenwald immer weiter abgeholzt wird, ist zu wenig Platz für die Elefanten und damit es nicht zu viele werden heißt es ab 1. Mai:

Feuer frei

Spiegel online
n24 berichtet

Spannende Blogparade, bin auf die Ergebnisse gespannt:

Hier die Fragen:

  1. Wo siehst Du die Grenze für Reportage-Fotografen, z.B. bei Kriegsberichterstattung?

          Alles was geschieht, darf  auch abgelichtet werden, besonders Kriegbilder.  Sind sind retrospektive wichtige “Zeugen”. Die Bilder der Konzentrationslager des dritten Reiches halte für z.Bsp. für unverzichtbar in der Vergangenheitsbewäligung/Diskussion

    2.  Wo ziehst Du die Grenze für Dich selbst (würdest Du z.B. einen Verkehrsunfall mit Verletzten und evtl. sogar Toten
     fotografieren)?

    Die Grenze der Pietät zu übertreten erlauben nur , was auch eine dokumentarische Bedeutung hat. Verkehrsunfall fällt also aus

    3. Wie stehst Du zur Auszeichnung von Fotos, z.B. mit dem World Press Photo Award, die das Leid anderer Abbilden und davon         “profitieren”?

    Ich halte Anerkennung für ein genau so wichtiges “Brot” wie Geld. Außerdem bekommen die Bilder so mehr Aufmerkamkeit als ohne     Wettbewerbe/Auszeichnung  
   
    4.    Denkst Du, dass man mit der Fotografie tatsächlich etwas bewegen, also z.B. die Welt aufrütteln kann und rechtfertigt das     dann die Fotografie “um jeden Preis”?

    Ja, wenn Bilder glaubwürdig sind, können sie das auf jeden Fall, ein paar Beispiele habe ich angefügt. Aber durch die                     
    Manipulationsmöglichkeiten der (digitalen) Photographie verlieren Bilder an ihrer Stärke. Sie sind immer mit dem Zweifel an der  
    WIRKLICHKEIT behaftet.
hier ist klar, wie gestellt das Bild ist, aber die Bildstory ist “bewegend”
und auch dieses überstrapazierte Motiv hat eine “bewegende” Rolle in der Anti-Vietnam - BEWEGUNG gespielt

    6. Wahrst Du selbst schon mal in der Situation, in der Du
überlegt hast, ob Du eine bestimmte Situation ablichten
       
    sollst/kannst/darfst oder nicht? Wie hast Du Dich entschieden und warum?

    Nein, zum Glück…

Wolf Biermann zu die Linke im Deutschlandfunk:
Das Interview

Biermann liegt noch im Bett, das lässt einiges Verzeihen, aber es ist beruhigend, das es noch einige “Gestrige” gibt, die einem Schönwetterblick auf die Vergangenheit widersprechen.

Wen Biermann und seine Sicht interessiert und wer seine Bild der DDR nicht nur aus Sonnenallee und das Leben der anderen malen will:

Biermann, Wolf
sehr geehrter Genosse Honecker, sehr geehrter Dr. Kohl, liebe Katja…
Fünf Briefe aus gegebenem Anlass

u.a. bei
booklooker


An der Statistik ist wohl das einzig beruhigende, dass die NPD nicht mit aufgeführt wird, und das nirgendwo im Artikel der Begriff “repräsentativ” fällt.

Aber, mir kann es egal sein, ich bin weit weg vom Elend (in meinen Memoiren schreibe ich dann, das ich wegen des Sozial(isten)-terrors emigrieren musste) hier im fernen Österreich wählen über 15% rechte Parteien (FPÖ+BZÖ) und niemand stört sich daran. (Außer etwa 200 Antifaschisten); eine liberale Partei gibt es erst gar nicht. Ich kann nur hoffe dass ich in meiner späteren Funktion als “vierte Macht im Staate” - auch wenn mir dieser Begriff überhaupt nicht gefällt -  meinen Teil dazu beisteuere , dass Politik nicht irgendwelchen Ideologien, sondern Idealen folgt.

aber mein Dank gilt (bis zur nächsten Statistik) allen Wessis, [seid glücklich ihr habt den niedrigeren Blutdruck]

Musik und Politik ist in Verbindung gefährlich. Diverse Nazimusik werde ich hier nicht verlinken, aber einige Deutsche Bands mit Texten wie “10 kleine Negerlein” sind sicher bekannt.

Spannender finde ich, wenn die Musik von politischen Funktionären genutzt wird. Populärstes Beispiel ist sicherlich Barack Obama.

Hier in Österreich hat HC Strache für Freude gesorgt, das Video ist eine nette Parodie auf die Orginalmusik:

für ganz harte hier der Wahlsong des BZÖ im Grazer Wahlkampf zur BM Wahl 2008

Eine ganz andere Form hab ich durch einen netten Artikel der FTD gefunden.

Für alle, die den Artikel nciht lesen, die Videos werden vom Gefängnissdirktor selbst ins Netz gestellt, er “organisiert” die Choreografien

eine “making of” ;-) findet sich auch

Zum Schluss noch etwas weniger politische Music

Mike Huckabee spart sich wenigstens im Lied die politische Botschaft, denn ganz zum Schluss muss ich mich natürlich von allen inhalten der “Musik” distanzieren, aber ich neige dazu, dass alles was einen Höhrer findet, auch gespielt werden darf.

Schade nur das die Real-Politik so wenig Zeit lässt wirklich gute Musik zu produzieren.

Ich suche immer noch nach einem grundliberalen, textlosen Pianostück, die Bedingung wäre natürlich, das jede Taste mit die gleiche Chance hat zum Einsatz zu kommen, im gegensatz zum sozialistischen Stück, dort muss jeder ton die gleiche Klangdauer haben, aber das klingt wahrscheinlich sehr fad…

Ich werde immer glücklicher, der Presse sei Dank. Im economist findest sich folgende Grafik:

Blutdruckprobleme-und-Lebensglückhier der dazu gehörige text

Nun, ich bin 1987 in der DDR geboren. Heute nimmt man diese drei Buchstaben aber nur noch als Ex-DDR in den Mund, oder man spricht von Ostdeutschland, oder politisch korekt von den neuen Bundesländern.

1990 waren wir dann alle EIN VOLK und, weil keiner mehr die DDR wollte, waren wie dann alle die Bundesrepublik Deutschland. Jetzt studiere ich in Österreich, bin also laut der Grafik und der dahinter stehenden Studie immer glücklicher geworden.

Das die Presse meine Ex-Heimat jetzt wieder auf die Stufe eines eigenständiges Landes hebt ist natürlich beachtlich, einige würden sich freuen, andere (ich) frage mich, warum Deutschland wiedervereinigt wurde um jetzt bei allen möglichen Anlässen verschieden behandlt zu werden.

Andere würden sich freuen wenn ihre Separatistenbewegungen so viel Erfolg hätten. Die ETA, die IRA, naja zumindest dem Kosovo darf man zur Unabhänigkeit gratulieren .

Gespannt bin ich jetzt auf die nächste Studie, wie die Leute im Sudetenland drauf sind, und die Ostpreußen, vielleicht sollte man auch Gallien noch einmal überprüfen?

Das hat mich alles ein wenig an den zwar wohlklingenden, aber ….naja , Spruch, meiner alten Schule erinnert:

“Ältestes bewahrt mit Treue, freundlich aufgefasst das Neue. “

(Leider habe ich die löbliche Intention der Lehrer nie erfahren dürfen)

… und wenn wir hinten sind ist hinten vorn. Ich habe nichts dagegen Traditionen zu bewahren, halte mich selbst auch für eher konservativ (deshalb, lieber Presse als Standard), aber ich bin entschieden gegen ewig-gestrige Geschichtsverklärung.

Und “freundlich aufgefasst das Neue” klingt mir doch sehr nach Goldmarie, die ihr Kleidchen aufhält um sich von Frau Holle mit Geld überhäufen zu lassen.

Ich nehme lieber mit was ich nicht zurück lassen kann und sehe zu, so viel Neues wie möglich auf die Beine zu stellen.

Es klingt nicht so schön macht mich aber glücklicher, und senkt meinen Blutdruck.

Ach, nein, das liegt ja daran dass ich von Ossi zum Ösi geworden bin.

Es war nach dem Titel natürlich die größte Frage, mit welchem Thema ich diesen Blog würdevoll beginnen kann. Im Fernsehen kam gestern leider gutes Programm (Ruby und Quentin und dann die Falco Dokumentation die auch beim 5ten Mal nach interessant ist) und über gutes Programm schreiben ist [delete]

Also über die Würde: die würde des Menschen ist unantastbar. Das klingt so wunderbar pathetisch wie der ursprünglich geplante Titel dieses blogs (Zeichen der Zeit - leider schon vergeben), aber nachdem ich heute wieder das Vergnügen hatte mit von einem 50jährigen Kettenraucher anhören zu dürfen wie schrecklich doch diese Feinstaubbelastung ist, kotzt mich diese Würde schon wieder an.

Der erste Feind der Menschlichen Würde ist er selber, jeder hat sich noch freiwillig in einen Sarg mit Ratten gelegt, hat sich freiwillig photographieren lassen in jeder noch so würdelosen Position, nur die Toten haben ihre Würde: sie schweigen, machen keinen Dreck und räumen nach 30 Jahren, wenn der nächste den Platz braucht, widerspruchslos ihr Grab. Sie haben ihre Würde und die sollte man ihnen auch nicht nehmen. Maybe die Würde der Toten ist unantastbar - die lebenden sollten sich erst einmal eine würde zulegen.

Aber zum Glück gibt es auch einige Menschen die Lebend genug Würde besitzen, oder Stolz ganz egal wie wir es nennen. Aber es gibt doch nichts würdevolleres als geduldig an einer roten Ampel zu warten und nicht auf diese geräte zu drücken, damit für die Fußgänger grün wird - einfach warten bis alle Autos ohne Anzuhalten vorbei gefahren sind, das schon die Umwelt mehr als ständiges Bremsen und Beschleunigen - und dann im würdevollen schritt über die Straße schreiten… Meine Hochachtung

Ich selbst hasse rote Ampeln und genieße es, dass mich die Autofahrer in meinem geliebten graz voller Rücksicht behandeln wenn ich die Straße trotz verkehrsregeln zum shared place erkläre.

So der erste Blog sit vielleicht nicht besonders würdevoll geworden aber es hat mir zumindest Spaß gemacht, in zukunft wird etwas mehr verlinkt und vielleicht auch etwas mehr Rücksicht auf potenzielle Leser genommen, aber im Moment bin ich mein eigener Rezipient und das ist auch gut so