Archiv nach Monaten: März 2008

1. Eine feine Reportage über des Users größte Hass/Liebe: google

Die lustig gemeinte Verhamlosung zwischen den “Kapiteln” finde ich allerding völlig daneben.

2. Ein kluger Brief eines klugen Menschen

Und das neuste aus meiner Küche, bzw. von meinem neuen Grill:

1

Grill 3

Grill2

So eine tolle Internetseite

Wenn irgendjemnd diese Buch gelesen hat, will ich unbedingt wissen, ob es die 20 Euro wert ist, die es mich kosten würde. Das ist immerhin ein paar Schuhe ;-)

Ich bin selbst sowohl von google begeistert, als auch von den dahinter stehenden Gefahren fasziniert. Über den Umgang mit google oder besser über den Umgang mit neuen Technologien,  schreibt Martin OEtting (gefunden über 6 vor 9)
einen sehr guten Beitrag. Ich halte ihn zwar nciht für den Erfinder des liberalen Umgangs mit dem Internet, aber er zeichnet ein durchaus plausibles Bild und schafft es als einer von wenigen Bloggern mich auch an einen langen Artikel zu binden.

Ich hab es wieder getan, nach 5 Monaten sportlicher Abstinenz und pseudo-angestrengtem Studium im Dunstkreis des Elektrosmogs, hab ich mich wieder mal dem masochistischen Verlangen der körperlichen Ertüchtigung hingegeben.

Was Miriam Meckel als das “Glück der Unerreichbarkeit” beschreibt. (Tolles Buch - lesen) habe ich mit meinen Privat-Triathlon auf mich zugeschnitten:

Bei leichtem Schneefall eine Stunden durch die GrazerUmgebung radeln. Mich frisch aufgezogenen Reifen eine Freude.

Eine Stunde auf ausgetretenen Reitwegen rennen. Den wunderbaren Duft des österreichischen Landes in der Nase, den Mist am Fuß.

Und dann schwitzend ins Schwimmbad.

Und dort hatt mich die Erkenntniss getroffen. Nachdem ich am Land zwar glücklich die Natur genießen kann, hatt mir das Wasser - das angebliche Sinnbild des Weiblichen  -  ein physikalisches Paradoxon erkennen lassen:

Mein erster Versuch die 25 Meter  komplett zu tauchen, scheiterte kläglich. Im Zweiten schafft ich es völlig außer atem am anderen Ende des Beckens aufzutauchen. Danke, für die Anerkennung.

Viel spannender aber, das ich mich später, mehr treibend als schwimmend, durch das Wasser bewegte, trotzdem mit einem Atemzug die 25 m überwinden konnte.

Wenn ich also ohne jede Anstrengung durch das Wasser tauche reicht meine Luft nicht nur temporär länger, ich konnte auch 1 1/2 Bahnen schwimmen. Keine Heldentat, aber für mich…

Was hat das für Konsequenzen.

Wenn ich langsamer bin, bin ich also schneller?

Das lässt meinen Studienalltag in ganz anderem Licht erscheinen.

Ich muss langsam sein, um schnell zu sein. Mir Zeit lassen, um Zeit zu haben.

Aber ich muss nicht, ich KANN mir Zeit lassen, und komme weiter. Ich weiß nur noch nicht, wie ich das mit meiner Ignoranz gegenüber Roten Ampeln in einklang bringen soll, aber ich bin ja noch jung…

Ich rufe also nicht nur zur Erschöpfung auf, denn sie macht ganz automatisch langsam; sondern auch zur Freude an der Gemütlichkeit. Und es heißt: gemÜtlichkeit und nicht wie man hier sagt gemIEtlichkeit. Es ist eine Frage des Gemütes, nicht, der gemieteten Freizeit.

Die nächste fade Vorlesung sollte ich mich also nicht darüber aufregen, wie fad es ist, sondern kurz hinaus gehn - zwanzig Liegestütz - und mich völlig erschöpft neuen Erkenntnissen zuwenden.

Print ist tot: von steffen bueffel.

nettes Video für nekrophile Papierhasser, und andere Realisten…

Die Cyberdemos von Reporter ohne Grenzen  scheint nicht sonderlich erfolgrei zu laufen kaum mehr als nur in China und Burma sind im Moment mehr als tausend Demonstranten. die Idee ist prinzipiell nett, aber was erreicht man mit einer Demonstration, ein bißchen Aufmerksamkeit, ist für die betroffenen Regionen sicher gut, aber ich befürchte, das Demonstrationen oft die einzige Tat sind, mit der sich Menschen für eine Sache engagieren. Ich bin kein großer Fan solcher Veranstaltung, im wirklichen wie im virtuellen Leben. Aber leider fehlt mir noch das “Rezept” gegen die staatliche Unterdrückung von Journalisten.
ich bin ganz froh in Europa leben zu dürfen. Hier kann ich noch (ganz ohne schlechtes Gewissen, wg. Schleichwerbung) sagen:
“Die Freiheit nehm ich mir”

Änderung: Am Ende waren es nach Angaben von ROG immerhin: 21.843 Demonstarnten. Das ist im Verhältniss zu den Aufrufen diverser anderer Internetseiten aber leider immer noch nicht viel…

Zumindest die Prominenz war in meiner ersten Radiosendung heute morgen vertreten:

Henryk M. Broder ist zurzeit in Graz und war gestern zu einer Diskussion eingeladen. Ich habe einen kleinen Ausschnitt davon und von dem anschließenden Interview in meine Sendung “Frühaufsteher” bei Radio Helsinki. (Dienstag von 7.30-8.00) integriert.

Kritik zur Sendungen sind mir im übrigen lieber, als zu den Ansichten Broders. (Ja ich bin eitel, aber die nächste Sendung soll ja besser werden - zumindest ohne Übersteuerung)

Die Sendung

Nach einem halben Jahr aktiven und passiven Blogosphärendaseins ein paar Gedanken - ein langer Monolog der um Wirkung, Aufmerksamkeit und einiges mehr bettelt:

Besonders spannend finde ich Blogs wie

politically incorrect,Medien Backspin,Freunde der offenen Gesellschaft,oder die Achse des Guten

Dort wird mit Kontinuität eine Meinung publiziert, authentisch und gegen allen Widerspruch verteidigt.
Anfangs war ich davon begeistert, demokratischer Meinungsaustausch zu politischen Themen.
Aus der Summe aller Beiträge könnte jeder Leser ein Weltbildbekommen was einen Großteil der geäußerten Meinungen berücksichtigt.

Inzwischen hat sich diese idealistische Betrachtungsweise etwas geändert (und sie wird es wieder tun)

Ich glaube, dass der Großteil der Leser, und erst recht der Blogger, nicht auf der Suche nach einer Auseinandersetzung um der Wahrheit/Objektität         Willen ist, sondern vielmehr darum bemüht,  einmal geäußerte Standpunkt zu verteidigen.

Die Anonymität des Internets verleitet in meinen Augen weniger zur inhaltlichen Auseinandersetzung, sondern vielmehr zur dialektischen Probebühne für die Auseinandersetzung selbst.
Der Blogger vertritt seine Meinung und verteidigt sie gegenüber eventuellen “Angriffen”, dabei muss er jedoch nie in eine TATSÄCHLICHE Auseinandersetzung,
die Auseinandersetzung besteht nur um ihrer Selbst Willen und hat also keine Konsequenz auf die eigene Weltanschauung. Denn im Gegensatz zur dirketen Auseinandersetzung im persönlichen Kontakt hat man jederzeit die Möglichkeit des konsequenzlosen Rückzuges.

Der Blogger hat zudem die häufige Möglichkeit, sich auf Leute zu beziehen die der gleichen Meinung sind wie er; er findet also Bestätigung.
Noch mehr Bestätigung als durch formulierte Zustimmung scheint er allerdings durch die Zahl der Seitenaufrufe zu bekommen. Besonders PI äußert sich immer stolz zu ihrer Leserfrequenz, die sicher deutlich über dem gesamten Bekanntenkreis aller Pi-Schreiber. (Und auch ich kann nicht beschtreiten das ich bei einer geringeren Anzahl von Seitenaufrufen und Kommentaren mit dem gleichen Enthusiasmus am Werk wäre)

Wenn man also von mehr Leuten wahrgenommen wird, führt das sicherlich zu einer Steigerung des Selbstwertgefühls (Siehe paris hilton), aber kann man aufgrund Gestiegenen Interesses an der eigenen Meinung auf die Richtigkeit dieser Meinung schließen? Ich hasse rhetorische Fragen…

Das ist leider nicht nur ein Broblem der Plogger (Scherz am Rande), sondern durch die zunehmende Prägung meiner Generation auf den Computer scheint sich das Sozialverhalten im allgemeinen anzupassen.
Wie komm ich nun wieder darauf.

Auf meiner Hochschule werden halbjährlich wunderbare Evaluierungen durchgeführt. Das sind onlinebassierte, anonyme Umfragen in denen Studierende ihren ganzen Frust in die Tasten des Computers drücken und der entsprechende Proff bekommt dann ein “Best of”.
Das ist im Prinzip nett, aber prinzipell…

Einige Proffs haben sich nun mit den Ergebnissen auseinandergesetzt und dazu Stellung genommen. Einer hat sogar eine Diskussion angestrebt, in der die Inhalte der Evaluierungen und des Unterrichts diskutiert wurden.
Ich war begeistert,                   bis zu dem Punkt, als er fragte, wer sich in den Vorlesungen unwohl fühle und sich kein einziger gerührt hat.
Als er sich daraufhin umgedreht hat und darum gebeten hat, die Abstimmung hinter seinem Rücken erneut durchzuführen, haben sich dann 5 Leute gemeldet.
5 Kollegen, die alle ein kommunikatives Fach studieren, und irgendwann einmal als 4. Gewalt im Staate arbeiten wollen. 5 Leute deren Aufgabe es  sein wird, gesellschafliche Diskussionen zu führen, und als öffentliches Kontrollorgan zu funktionieren. Dazu gehört in meinen Augen auch, Missstände offen anzusprechen und sie nicht unter dem Deckmantel der Anonymität in die Welt zu setzten.

Gern würde ich dem Computer die Schuld geben, der uns lehrt alles in ihn hinein zu werfen, in der Hoffnug, es kommt an der richtigen Stelle wieder hinaus.

Aber die Wirklichkeit, die Lebenswirklichkeit des Einzelnen, beruht auf Kommunikation und darauf, das die eigene Lebenswirklichkeit mit der Lebenswirklichkeit der Umgebung abgeglichen wird.
Wenn ich meine Wirklichkeit also nur in diese Geräte kommuniziere und nicht mehr an diejenigen, denen die Intention gilt, bleibt die Auseinandersetzung auf der Strecke. Im besten Fall bekomme ich und mein Gegenüber die Formulierung der jeweils anderen Meinung und können uns mit dieser auseinandersetzten.
Aber es beliben starre Systeme und die Dynamik, die Energie einer tatsächlichen, physischen Auseinandersetzung fehlt weiterhin.

Nach einem halben Jahr des Bloggens und Lernens über Bloggen halte ich dieses Instrument nicht geeignet für die Auseinandersetzung, es erfüllt eher einen Zweck der Zeitung, den der Herstellung von Zeitgenossenschaft. Wir haben ein Wissen über die Meinung des anderen. Aber meine Mutter sagte schon immer :
Wissen allein reicht nicht.

Ich hoffe also auf Widerspruch
Auf diesen blog, das Leben im Allgemeinen
auf alles
alles und jeden
auf Widerspruch um der Wahrheit Willen
Wahheit die es nie geben wird
wider wahrheit wissen

Ich hoffe auf wider spruch
nicht um des sprechens willen
wider willen sprechen
will sprechen
will ist der imperativ von willen
will sprechen
wider und wieder
auch du dani
auch du johanna
auch du

sprich wider

nur du, Geliebte - widersprich mir nicht

Nachdem meine Kochkünste die erste Reaktion auf diesen blog ausgelöst haben, sehe ich mich motiviert meine Ergebniss vom Wochenende zu präsentieren und mich nicht über die Anne Will Sendung vom Sonntag auszulassen.
ich sage nur Herdprämie. Da fordert Frau Lafontaine doch tatsächlich 1600 € Betreuungsgeld. Wer wird da wohl als Erster in die Kiste springen… Aber ich wollte mich nicht darüber auslassen hier sind neue Bilder: Dafür würd ich gern auch eine herdprämie bekommen:

koch.jpg

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