Ich hab es wieder getan, nach 5 Monaten sportlicher Abstinenz und pseudo-angestrengtem Studium im Dunstkreis des Elektrosmogs, hab ich mich wieder mal dem masochistischen Verlangen der körperlichen Ertüchtigung hingegeben.

Was Miriam Meckel als das “Glück der Unerreichbarkeit” beschreibt. (Tolles Buch - lesen) habe ich mit meinen Privat-Triathlon auf mich zugeschnitten:

Bei leichtem Schneefall eine Stunden durch die GrazerUmgebung radeln. Mich frisch aufgezogenen Reifen eine Freude.

Eine Stunde auf ausgetretenen Reitwegen rennen. Den wunderbaren Duft des österreichischen Landes in der Nase, den Mist am Fuß.

Und dann schwitzend ins Schwimmbad.

Und dort hatt mich die Erkenntniss getroffen. Nachdem ich am Land zwar glücklich die Natur genießen kann, hatt mir das Wasser - das angebliche Sinnbild des Weiblichen  -  ein physikalisches Paradoxon erkennen lassen:

Mein erster Versuch die 25 Meter  komplett zu tauchen, scheiterte kläglich. Im Zweiten schafft ich es völlig außer atem am anderen Ende des Beckens aufzutauchen. Danke, für die Anerkennung.

Viel spannender aber, das ich mich später, mehr treibend als schwimmend, durch das Wasser bewegte, trotzdem mit einem Atemzug die 25 m überwinden konnte.

Wenn ich also ohne jede Anstrengung durch das Wasser tauche reicht meine Luft nicht nur temporär länger, ich konnte auch 1 1/2 Bahnen schwimmen. Keine Heldentat, aber für mich…

Was hat das für Konsequenzen.

Wenn ich langsamer bin, bin ich also schneller?

Das lässt meinen Studienalltag in ganz anderem Licht erscheinen.

Ich muss langsam sein, um schnell zu sein. Mir Zeit lassen, um Zeit zu haben.

Aber ich muss nicht, ich KANN mir Zeit lassen, und komme weiter. Ich weiß nur noch nicht, wie ich das mit meiner Ignoranz gegenüber Roten Ampeln in einklang bringen soll, aber ich bin ja noch jung…

Ich rufe also nicht nur zur Erschöpfung auf, denn sie macht ganz automatisch langsam; sondern auch zur Freude an der Gemütlichkeit. Und es heißt: gemÜtlichkeit und nicht wie man hier sagt gemIEtlichkeit. Es ist eine Frage des Gemütes, nicht, der gemieteten Freizeit.

Die nächste fade Vorlesung sollte ich mich also nicht darüber aufregen, wie fad es ist, sondern kurz hinaus gehn - zwanzig Liegestütz - und mich völlig erschöpft neuen Erkenntnissen zuwenden.

2 Kommentare

  1. jaja, meine Anerkennung hast du (-:
    Und zu diesen sportlichen Leistungen noch tolle Erkenntnisse- das ist ja der Hammer*g*
    Nur ob das im Studium klappt- ich werd es vorsorglich auch mal ausprobieren*g*
    Nichts geht über Gmiadlichkeit!! Besonders wenn draußen ein halber meter Schnee liegt (es lebe der Frühling)!!

  2. Mit schneint die Sonne auf den Pelz, der Schlüssel ist wieder da…

Einen Kommentar hinterlassen

*
*