In einem Anflug von Sentimentalität hab ich nicht nur viel zu viel geschrieben, sondern auch viel zu persönlich, deshalb nur meine “Leseerfahrungen vom langen Wochenende:
Georg Franck lese ich viel zu selten, aber jedes Kapitel aus seiner Ökonmie der Aufmerksamkeit (ein lustiges Interview, was für ein Sound) ist so voller Richtigkeit. Ähnlich wie Eric-Emmanuel-Schmitt erklärt er das menschliche Verhalten auf das Einfachste und alles was er schreibt kommt einem ständig so vor, als hätte man es schon immer gewusst: „aber auch dann, wenn ein stabiles Selbstwertgefühl einmal aufgebaut ist, bleibt es auf laufende bestätigung angewiesen- Die Selbstwertschätzung wird dann nur nicht so leicht einklicken, wenn die äußere Anerkennung zurück bleibt. Eine gewisse Robustheit ist hier entscheidend…“
Wie persönlich die Wissenschaft doch sein kann. Zum Glück studier ich keine Psychologie
Wirklich neues gab es in Udo Ulfkottes: „So lügen Journalisten“. Er führt eine Ungeheuerlichkeit nach der nächsten an und erzählt von soviel Betrug, dass man allem misstraut, sogar seinen „Wahrheiteiten“. Wenn man sich die Partei Ulfkottes anschaut, bewahrheitet sich mal wieder: “Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche”. Aber ich lerne eh am liebsten vom politischen G.egner
Mindestens genau so prägend: der wesentlich schätzenswertere Thomas Leif: „Mehr Leidenschaft Recherche“ Noch spannender macht es so richtig Lust in dicken staubigen Aktenwälzern nach politischen Sauereien zu suchen. obwohl es wahrscheinlich die erste Pflicht wäre, all die Geschichten nachzurecherchieren, die in den beiden Büchern auftauchen, aber dann wäre ich wohl bis ans ende meiner tage damit beschäftigt die Vergangenheit ins rechte oder linke Licht zu rücken und das ist wohl fad.
Eine Story trotzdem für alle geschichtslehrer, besonders natürlich meine sehr geschätzten;
Guido Knopp macht nicht nur schlechte Filme, über die man diskutieren kann, seine ganze Persönlichkeit ist zu hinterfragen. Denn, der promovierte Historikus lehrt laut dem Artikel von Thomas Schuler an der Gustav Siewerth Akademie. Der leitende Senat dieser Schule stehe den „ultrarechten, gehimbündlerischen Organisationen wie dem Opus Dei, dem Engelswerk und der Psychosekte VPM nahe.“ Davon steht nicht im Wiki-Artikel. Hier die Gegendarstellung Knopps
Wenn Knopp also ein kleiner Rechter ist, der sich kritisch mit der NS Vergangenheit auseinander setzt, erklärt das zumindest vieles in seinen Filmen. Soviel zum Ernst des Lebens, es hat sich mal wieder bestätigt, das es kein Wissen geben kann, von vertrauen will ich gar nicht reden…
und zum Abschluss das Montagsvideo für die Frau mit den schönen Augen und zu wenig Zeit:
Nein, es ist nicht lustig.
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