28
Mai
08

Was Bücher können

vorweg, es geht nicht um die literarische Kraft von Literatur, sondern um ein Buch, dass sich mit der digitalen Welt beschäftigt und warum diese scheinbar ungleiche Auseinandersetzung mir so gefallen hat. „Die Google-Gesellschaft“ hab ich schon mal verlinkt, aber nachdem ich es jetzt fast ausgelsesen habe (es geht nicht nur um Google), noch mal ein paar Worte zur genussvollen Lektüre:

50 Autoren schreiben über die Zukunft des Wissens: die Möglichkeiten der Politik im WWW, die Rolle von Blogs, creativ commons, die Problematik der Datenspeicherung, mobile Kommunikation, semantisches Web. Also all die Dinge die mich und noch ein paar andere Freunde des WEB 2.0 beschäftigen. Viele angenehm lesbare Aufsätze mit präzisen Beschreibungen der unterschiedlichsten Webphänomene

Das schöne dabei, das Buch ist aus dem Jahr 2005, also etwas älter als der Web 2.0 Hype (oder meine Wahrnehmung davon) und trotzdem beschreibt es sehr genau (und ohne einen utopischen oder großartig Visionären Tonfall), die Möglichkeiten des Internet; zum Teil heute schon umgesetzt, zum Teil wohl auf dem besten Weg. Beispiel dafür die sinnvole Nutzung von OpenSource und SozialNetworks oder Politik im Internet angeht. Pflichtlektüre also für die Kollegen und für alle anderen empfehlenswert

Auffallend auch, das mich ausgerechnet ein Buch, ein Medium vergangener Jahrhunderte auf die Langsamkeit des Web hinweist. Trotz täglich Tausender von BlogPost, Podcast und tagesaktuellem Medienkonsum finde ich einem Buch die wohl thematisch umfassendste,älteste und durchdachteste Analyse des digitalen Umgangs mit Wissen die ich bis jetzt so gefunden habe. (ähnlich gut wie die letzte Zeit-Sonderausgabe, eigentlich sogar besser)

Und vielleich besteht darin auch die Zukunft des analogen Wissens, im unaufgeregten Betrachten und darin einen Überblick zu verschaffen. sicher gibt es zahlreiche Blogs die sich intensiever mit der Zukunft vom bsp. Google, Wiki, oder StudiVZ beschäftigen, aber ich kenne keinen Blog, der all diese Dinge vereint, der hinter bestimmt Phänomäne einfach einn Punkt setzt und nicht einen Link.

Ich hoffe es gibt weiter so kluge Bücher, die ihre Aufgabe und Möglichkeiten genau so nutzen wie es blogs sollen, können und machen. Von daher bin ich gar nicht so traurig, dass der Blog, der zum Buch geschaltet wurde seit 2006 brach liegt. Wenn es dafür mal ein neues Buch gibt.


2 Antworten zu “Was Bücher können”


  1. 1 Franz
    28. Mai 2008 um 6:27

    Es lebe das Buch!

  2. 28. Mai 2008 um 6:31

    also ich brauch beides und zwar im übermaß


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