26
Nov
08

Unterrichtsbegleitendes Internet

Dass Heinz Wittenbrink neben seiner Lehre an der Hochschule auch einen Blog schreibt dürfte bekannt sein. Ebenso wie der Blog von Thomas Pleil in Darmstadt.

Neu im Kreis der bloggenden Professoren ist Gudrun Reimerth, die mit MixedmediaPR den Schritt ins Web macht. Ich bin wirklich gespannt… Herzlich Willkommen

Unabhängig davon hat mich Heinz gebeten, eine Lehrveranstaltung zum Thema “Multimedia Arts” online zu begleiten.

Die LV befasst sich haupsächlich mit der Produktion und Distribution von Web-Videos. Ich will versuchen die Vorraussetzungen und Möglichkeiten einer digitalen Begleitung zu skizzieren. Vielleicht lassen sich via Kommentar noch Ergänzungen, Änderungen etc. machen. Ich habs mal mit Struktur probiert

Ziel

Die Inhalte der Lehre sollen geordnet und archiviert zur Verfügung stehen.

Wir als Studierende sollten alle unsere Informationen zum Thema, die wir auch außerhalb der LV gewinnen möglichst einfach untereinander teilen können.

Die LV selbst soll von Dingen befreit werden, die kein Zusammensein erfordern. (Videos schauen, lesen..)

Vorraussetzungen

Die Frage ist, mit welcher Infrastruktur man diese Ziele umsetzt. Wir nutzen ein Drupal-System Namens ELGG(?), das sich trotz der vielfältigen Möglichkeiten (Wiki, Blog, Video) nur geringer Beliebtheit erfreut.

In Absprache mit Heinz, sollte man bei Studierenden vorraussetzen können, dass sie

1. RSS empfangen (via Reader, what else)

2. dass die relevante Links zu einem RSS Feed generieren können. Das lässt sich via delicious am einfachsten erledigen. Möglich wäre auch eine Facebookgruppe…

3. Lust, not least: Die Bereitschaft sich im ersten Schritt mit dem Lehrinhalt zu befasssen (was bei jedem You-Tube-Besuch passiert) und im zweiten Schritt einen Antrieb, Informationen mit seinen Kollegen zu teilen. Das verlangt ein Bewustsein für kollektive Intelligenz. Keine Ahnung ob ich diesen Punkt vorraussetzen kann, aber wenn nicht, dann is eh alles wurscht.

Möglichkeiten

Im ELGG landen die Zusammenfassungen der Lehrveranstaltungen (hier ist das richtige taggen wichtig):

“Multimedia Art”.

Diese kann jeder via RSS abonieren. Eingestellt werden die ZF von einem Protokollanten. Damit ist zumindest eine Chronologie des Geschehens gewährleistet, noch keine des Wissens. Dazu würde ein Wiki/BookPage dienen, in dem die FRAGEN, die während der LV und der Produktion auftauen geklärt werden.

BSP Wenn also jemand ein Problem beim konvertieren hat, wird unter diesem Thema und mit der hoffentlich gefunden Lösung ein Wiki angelegt.

Das Wiki sollte nicht dazu dienen, die “Fachbegriffe” der LV zu erklären, sondern um ein kleines Handbuch für Video-Producer zu erstellen.

Der Blog hingegen kann von Heinz auch dazu genutzt werden, vor den Veranstaltungen gewisse “Aufgaben” (SCHAU DIESES VIDEO!) zu verbreiten. Uns Studierenden dient es als “Hefter”

Der Aufwand reduziert sich hier auf wechselnde Protokollanten und die Bereitschaft ein gelöstes Problem im Wiki zu dokumentieren.

Ein RSS-Feed lässt sich auch aus Webseiten generieren, die auf delicious gespeichert werden. Unter dem noch nicht verwendeten tag “mmart08″ entsteht ein Feed, der von uns gefüllt wird und von allen abonniert wird (So die Hoffnung). Mit Webseiten, Videos etc.

So könnte zum Beispiel eine Sammlung von Best Practise-Beispielen entsehen. Vielleicht auch mehr???

Alles in Allem klingt das ziemlich einfach. Zu einfach. Eine vorhande Infrastruktur muss nur noch genutz werden. RSS und delicious funktionieren soweit ich weiß reibungslos. Wenn im Drupal-System alle mit den entsprechenden Berechtigungen ausgestattet sind (und das dürfte der Fall sein), stehen wir uns eigentlich nur noch selbst im Weg.

Und die Zeit.


7 Antworten zu “Unterrichtsbegleitendes Internet”


  1. 1 Reimerth
    27. November 2008 um 12:54

    Lieber Herr Thurm,

    es heißt REIMERTH, bitte korrigieren. Und gespannt bin ich wie Sie. Denn ob mein Einstieg in die Blogosphäre, wie Sie es nennen, ein nachhaltiger sein wird, warte ich erst mal ab.

  2. 27. November 2008 um 4:27

    So einfach klingt das gar nicht, finde ich… kann natürlich an meinem ausbaufähigen Web 2.O- Glossar liegen. : / Und wie es eben mal so meine Natur ist, bin ich der Idee gegenüber etwas skeptisch eingestellt. Ich weiß nicht, ob es bei allen / für alle funktionieren wird (in gleichem Maße schon gar nicht!), und ob sich da die Fronten nicht noch weiter härten als sie das jetzt schon getan haben: eine gewisse Online-Community gegenüber den Leute, die dabei nicht so ganz mitziehen. Ich rede hier von keiner Negativstimmung oder ähnlichem, aber eine Trennung ist imho schon spürbar.

    Das Foto jedenfalls ist wieder mal Wahnsinn.

  3. 28. November 2008 um 10:20

    Sollen die “Onliner” aus sozialer Rücksichtname also darauf verzichten, gescheiter zu werden??? Für meinen Teil, hab ich ein großes Problem mit meinen Wissenslücken.

    Es wird ja keiner gezwungen. zumindest von mir nicht…

  4. 29. November 2008 um 10:55

    Lieber Michael,

    ein Missverständnis, das aber keine Konsequenzen für den Rest hat: elgg und drupal sind verschiedene Systeme, elgg ist ein social network für Schulen und Universitäten; wir benutzen es bisher nur zur Einführung ins Bloggen (http://community.fh-joanneum.at); drupal ist ein CMS; ich hoffe, dass wir auf Dauer darin alle bei uns produzierten Inhalte sammeln können (http://juk.fh-joanneum.at). Ob es auf Dauer Sinn macht, beide Systeme zu verwenden? Eher nicht, aber es gibt Argumente für beide Systeme.

    Danke für die Erläuterung – hoffentlich starten wir bald mit dem Wiki!

    Heinz

  5. 29. November 2008 um 11:29

    @joko: Ich sehe auch das Problem, dass wir intern eine Art “digital divide” haben. Ich weiß nicht, wie wir es lösen können. Wichtig ist sicher,

    (1) dass wir darüber sprechen, und dass Unbehagen auch formuliert wird;

    (2) dass alle verwendeten Techniken so erklärt werden, dass sie von allen verstanden werden.

    Ich halte es für sehr wichtig, dass Journalisten und Unternehmenskommunikatoren mit Webkommunikation souverän umgehen können. Ihr arbeitet damit effizienter, ihr habt Qualifikationen, die von Arbeitgebern gesucht werden, ihr versteht die mediale Realität der Gegenwart besser, und vor allem: ihr könnt mit Formaten und Kommunikationsformen umgehen, die denen der Vor-Web-Welt tatsächlich überlegen sind. Dabei habt ihr die Chance, in einer noch weitgehend undefinierten Situation wirklich Neues zu entwickeln. Pathetisch gesagt: Ihr könnt mitbestimmen, was Journalismus und Unternehmenskommunikation in Zukunft sind.

    Es ist mein Job, euch in diese Welt so einzuführen, dass ihr selbst entdecken könnt, welche Möglichkeiten sie für euch bietet (es sind für jede(n) andere; es müssen nicht alle twittern und bloggen). Bitte kritisiert und korrigiert mich da, wo mir das nicht gelingt. Aber bleibt offen und klammert euch nicht an idyllische Vorstellungen von der gerade untergehenden Offline-Medienwelt!


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