Archiv für Dezember 2008

23
Dez
08

Schmidt

12
Dez
08

It’s fucking short

Seit etwa drei Monaten beschäftige ich mich studienbedingt recht intensiv mit Fernsehen, TV und so. Oder eben dem, was daraus geworden ist; sagen wir „Bewegtbildproduktion“.

Nach den technischen Know-How am Anfang ging es die letzten Wochen intensiv ans Produzieren und dabei wurden zwei Dinge klar:

Es geht schnell. Und schnell vorbei.

Die Flüchtigkeit dieses Mediums besteht nicht nur in der Rezeption, sondern auch in der Produktion. Statt eines tiefgründigen Interviews über eine Stunde werden Statements eingeholt. 5 Minuten Interview. 15 Sekunden OT. Am längsten ist meist die Anfahrt. Ob in solchen kurzen wirklich Journalismus betrieben werden kann, nun ja.

Ich halte es mehr für eine technische Dienstleistung. Wir stellen dar und ergründen kaum noch (Inder Produktion-und nur das wird wahrgenommen). All die Informationen und Hintergründe, die wir in der Recherche, in Vor- und Nachgesprächen sammeln, kommen nie beim Zuschauer an.

Alles was wir tun können, ist Interesse für Themen wecken. In eins-dreißig pro Beitrag.  Die Auswirkungen davon hat Neil Postman (der mir gerade viel Spaß macht) beschrieben. Die Auswirkungen auf die Journalisten erlebe ich jetzt selbst. Und die sind nciht unangenehm. Ein kurzes Statement von Bürgermeister und Vize bekommt man einfach, ohne Voranmeldung, die Profis sind gebrieft in kurzen Sätzen (nicht IMMER ohne Inhalt) zu antworten. Brav

zweite Erkenntnis:

Live ist alles anders:

Wir experimentieren im Moment auch mit dem Live-Streamtool Make TV. Ich sehe in diesem Idioteneinfachen Zugang zur Fernsehproduktion eine Menge potential. Noch ist die Bildqualität wohl nicht gut genug, um die Konditionierung aufs Fernsehn zu überwinden, aber die Möglichkeit zur „Multiregie“ (Also eine Gruppe von Leuten produziert gemeinsam einen Film, live und im Web, kann solche Veranstaltungen wie Runde Tische sicher ablösen.

Diese sterbenslangweilige Sitzung wichtiger Menschen ist einfach nicht kurz genug fürs Fernsehen. Make-TV beitet aber die Möglichkeit zum Chat unter Zuschauern UND Produzenten, also einen schnellen Wechsel von Teilnahme zu Rezeptionen, von der Wahrnehmung zur Überprüfung. WEbseiten sind einen Klick entfernt und in selben Brwoser möglich. Und mit einem Klick kann jeder seine Ergebnisse, Meinungen und über eine Webcam theoretisch auch sich selbst einbringen und damit am Fernsehen teilnehmen.

Denn Fernsehen heist nicht, vor einem Fernseher zu sitzen, sondern in die Ferne zu sehen. In Zukunft heist es wohl auch, in die Ferne zu senden.

P.S.: Die nächste (Test-)Gelegenheit dazu ist schon Montag 15.12.08. Harald Fidler an der FH wird wieder gestreamt, Kinderschuhe wachsen schließlich beim laufen lernen.

P.P.S. Das wichtigste ist immer dein Team. Es muss schnell sein und gut. So wie ihr beide. ;)

11
Dez
08

Fantastisch

Das schöne an Kulturpessimisten ist, dass sie so schnell glücklich sind:

Man nehme eine Straßenbahnfahrt zur Einstimmung auf den geistigen Untergang.

Freue sich dann über den ersten Kaffee samt Begleitung.

Im Anschluss kaufe man dann ein paar billige Schuhe (is eh nur für Straßenbahn und „unter Leuten“),

stelle dann in einem Interview fest, dass ja eh alle nur Menschen sind,

bemerke  aber möglichst schon beim zweiten Kaffee , dass es da dann doch ein paar nicht zu leugnende Unterschiede gibt.

Diese Annahme gilt des dann mit einem kurzen Besuch in möglichst bürokratisch organisierten Gebäuden zu untermauern. (Schulen, Post, Amt etc.)

Um dauerhafte Schäden zu vermeiden empfiehlt sich ein freudbetonter Tagesabschluss. Das gilt kulinarisch, sozial aber auch geistig.(schließlich will man aber nächsten Tag erhobenen Hauptes Bahn fahren).

Kleine Schwächen sind in Ordnung, so lang sie jemand anderem zur Last gelegt werden können.

Was dabei heraus kommt: Ein Podcast, auf den ich wegen der ausgetauschten Leserschaft erneut aufmerksam machen muss.

Ja, auch das ist Wissensmanagement.

„Konzentriert Raum für das Überflüssige schaffen.“ gestohlenes Zitat von Unbekannt

P.S. Ich überlege ernsthaft, ob ich mich dem Drang hingeben sollte, die Leser anzureden. Also SIE (Ist doch in Wirklichkeit viel vertrauter als dieses unverschähmte DU, bei dem jeder erstmal einen erschreckten Schritt zurück macht.)

Ich weiß noch nicht, aber das hat mich noch nie gestört

09
Dez
08

Super

Also der Wiener Naschmarkt macht wirklich Hoffnung. Außer einem einzigen Verirrten keinerlei Weihnachtsmusik.
Beste Gewürze, trockenstes Obst in den Farben der Gummibärchen, Käse und Tee.
Ich meine, wenn ich einen Grünen Mango-Tee in einem eiskalten Freiluftstand beschnuppere, ist aller Kulturpessimismus verschwunden.
Ich bin also pleite, freu mich aber meines Wohlstandes.

04
Dez
08

Bilderflut

Bis jetzt war Flickr hauptsächlich ein praktischstes Tool um meine eigenen Fotos zu verwalten und zu teilen und zu schauen, was mein Freundeskreis so photographiert.

Hin und wieder hab ich mal einen guten Photographen gefunden und mir seine Bilder angeschaut, aber so eine richtig Tour durch gute Bilder wurde bis jetzt immer durch eine Flut des Gewöhnlichen unterbrochen.

Bis ich jetzt endlich mal die Flickr-Map angeschaut habe. Mit einem Mausklick kann ich meine Bilder auf den Ort ziehen, an dem ich sie gemacht habe und ich kann schauen was andere Photographen dort gemacht haben.

Auf einer kurzen Tour durch Dresden hab ich diese zwei fantastischen Bilder (Elbe und Phaeton-Manafukatur) gefunden:

von Vincént

von Vincént

von redaktusse (+maggie)

von redaktusse (+maggie)

Außerdem kann ich die Karte nach Schlagworten, Bilder meiner Freunde (wer war alles schon in Peru?) und Merkmalen (Schatten) durchsuchen. Die Ergebnisse bekomme ich dann nach durch farbige Punkte auf der Weltkarte angezeigt.

Gerade wenn ich ein Bild mit einem regionalen Bezug suche, ist diese Funktion besser, als es durch ein „lokalen Begriff“ zu taggen. Verschiedene Schreibweisen etc. Benutzerfreundlichkeit ist enorm, eh klar.

flickrdresden

Im Moment haben dieses Tool hauptsächlich Profis entdeckt (mit meiner Ausnahme) und die Qualität der Bilder ist dem entsprechend gut. Zur Suche von News-Bildern (Mumbai) taugt es leider noch nicht. Potential hat es aber auf jeden Fall.

Enorm großes Potential sogar, weil das Inputlevel minimal ist (Drag&Drop), der Profit für den Betrachter aber beachtlich.




my Flickr Photos

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