Archiv für März 2009

24
Mär
09

FH-Lehre mit Wetpaint #Uni 2.0

Endlich komme ich dazu wenigstens kurz das Social-Media-Tool vorzustellen, mit dem an unserer FH die PR-Vorlesungen im 4. Semester unterstützt werden.

Wetpaint ist ein kostenloses Online-Wiki-System, dass sich über Google-Ads zu finanzieren scheint. Für ein pädagogisches Projekt wie das unsere wurde die Werbung aber schon abgeschaltet.

Jetzt steht uns eine Webseite zur Verfügung, die öffentlich und leicht zu bedienen ist. Die Funktionalität ist nach den ersten Eindrücken recht gut. Bis jetzt konnte ich ohne Anleitung und sehr intuitiv (wenn auch inhaltlich zurückhaltend) arbeiten. Mitarbeiter von außen lässt das System prinzipiell zu, für unseren speziellen Fall müssen diese aber eingeladen werden. (Ist sicher sinnvoll, schade nur, dass sich die Kommentarfunktion nicht generell freischalten lässt)

Funktionen:

Wir nutzen die Seite im Moment für zwei Dinge und ich kann noch nicht sagen, wofür die Seite besser oder schlechter geeignet ist.

Zum einen werden die Referate, die jeder Student halten muss dokumentiert, kritisiert und je nach belieben auch online vorbereitet. Zum anderen läuft ein Teil der Organisation für die geplante PR-Konferenz PRleben auf der Plattform.

Hier bin ich vor allem gespannt, ob die Plattform hilft, Termin einfacher zu koordinieren und Aufgaben ohne lästige Meetings zu vergeben etc.

Die Plattform wetpaint bietet also ein paar mehr Funktionen als ein klassisches Wiki, Lobenswert die integrierte Möglichkeit Threads/Artikel bei Facebook zu integrieren oder bei delicious zu taggen.

Eindruck

Nach den ersten zwei (drei?) Einheiten mit der Plattform bin ich recht zuversichtlich. Ich hab den Eindruck, dass alle „Bedürfnisse“ die wir an eine solche Plattform haben, erfüllt sind. Optimierungspotential (Design, Kalenderimport/Export, Multifeed, etc.) gibt es natürlich immer, aber ich bin gespannt wie ich etwa im Juni über die Plattform denke. Dann ist das Semester vorbei und es lässt sich sicher mehr über Stärken und Schwächen des „Programms“ sagen. Oder über die von uns Studenten. (Mir fehlt zum Beispiel im Moment die PRistische Muse um mich mehr auf de Plattform zu bewegen..)

Andere:

Die Kollegen aus dem „jüngeren Jahrgang“ nutzen den SocialMediaClassroom. Bis jetzt hat nur Heinz darüber geschrieben, ich bin gespannt wie das Feedback der Kollegen aussieht. Die Forderung nach einer Präsentation wurde ja auch schon bei den Kommentatoren von Heinz laut…

10
Mär
09

Prüfungen

Für die Interessierten:

Markwirtschaft bestanden. In Russisch eine Punktlandung.

Für dieses Semester kann es nur noch an Beistrichfehlern scheitern.

08
Mär
09

Der Knochenmann – schwarz, teuer, gut

Das der österreichische Film seinen eigenen Witz hat, ist mir als Exildeutschem nach „Das Fest des Huhnes“, „Müllers Büro“ und „Komm, süßer Tod“ natürlich klar.

Platter Slapstick (auf den man sich drei Minuten vorher freuen kann) kombiniert mit erschreckend feinsinnigem schwarzen Humor, das hab ich gestern von „Der Knochenmann“ erwartet und habe es bekommen.

Mehr als mir lieb war, und für mehr Geld als mir lieb war. (9,10 € – dafür konnt ich vor drei Jahren noch eine Frau und eine Packung Popcorn mitnehmen)

Nach der Hannibal-Trilogie Quatrologie und „Delicatessen“ dürften Menschen die gegen ihren Willen und ohne ihr Wissen andere Menschen essen nicht mehr schockieren. Ebensowenig wie abgehackte Finger und fachmännisch vom Schlachter zerkleinerte Menschen. Blut fließt nämlich genug im Knochenmann, fast schon zuviel für meinen Geschmack.

Dafür ist die etwas übertriebene Blutrünstigkeit des Filmes durch großartige Nahaufnahmen und eine wunderbare Bildästhetik entschuldigt. Es lebe die große Leinwand. Wie sonst soll man die säuberlich arrangierten Morde verfolgen.

Eine kaputtgeschlagene Flasche steckt im Hals des Bösewichts und dessen Blut fließt säuberlich säuerlich durch den Flaschenhals. Ganz wie ein eben geöffneter Rotwein.

Oder der abgehackte Finger, der durch die halbe Küche fliegt. Und um das angeborene Entsetzen vor frischem Blut weichen zu lassen, hüpft der Finger in die Marinade für das Backhendl. Und von den wunderbaren Großaufnahmen diverser Zerkleinerungsmaschienen hab ich noch nichts erzählt, aber das spar ich mir auch. Habe gerade gut gegessen.

Diese hervoragende „Kulisse des Skurielen“ wird bespielt von einer erstaunlich harmonischen Gruppe. Die Hauptdarsteller Josef Hader als „Brenner“ und Josef Bierbichler überbieten sich in stoischem Sarkasmus.

Bierbichler dominiert diesmal als mordender Wirt „Löschenkohl“  mit seiner fantastischen Mimik; Hader bleibt bescheiden bei seinem (gewohnt) trockenen Humor. (Nicht gegen Hader, im Gegenteil) – Schade nur, dass Simon Schwarz so selten zum Zuge kommt. Wenn, dann ist und bleibt er aber der Held der Blödheiten

Birgit Minichmayr darf leider nur mitspielen und Hader den Kopf verdrehen. Das macht sie hervorragend. Ihre beste  Stelle hat sie wohl, als sie eine Flasche Eierlikör fallen lässt und gleich darauf eine Flasche Rotwein. Diese wunderbare Brühe auf dem Boden der Schlachterrei hätte der sonst so bildgewaltige Regiseur Wolfgang Murnberger ruhig etwas länger zeigen können.

Trotz Wucher also ein empfehlenswerter Film, eine schwarze Komödie in bester Manier.

07
Mär
09

UNI 2.0 – Alles wird besser

Ungeachtet der Themen, die zu behandeln mir der juristische Anstand  verbietet, gibt es auch gute Nachrichten aus meiner geschätzten Hochschule.  Nein, keine Prüfungsergebnisse, auf die muss ich noch warten, sondern das bevorstehende Semester.

Die von mir eher mit Misstrauen beäugten Lehrveranstaltungen (LV) zur PR versprechen für das nächste Semester erstaunlich viel. Ein Teil der LV wird in English gehalten. Maybe this will help me to get more confident…

And, we use a kind of multimedia-classroom. Unglaublich. Während mir vor nicht all zu langer Zeit noch jede Zuversicht gefehlt hat, das eine sinnvolle Webnutzung an der FH zum Alltag gehört, scheint es nun loszugehen.

Die PR-Veranstaltungen werden in irgeneiner Form über eine Onlineplattform begleitet. Die Frage ist nur welche.

In der engeren Wahl sind Wikis, wie sie zum Beispiel von den Wiener Philosophen verwendet werden (MediaWiki) oder die OnlinePR-Studenten aus Darmstadt. (PMWiki)

Ein Blogportal verwendet die Uni Osnabrück. Läuft über WordPress und ist öffentlich und einfach per RSS zu abonnieren. Eine Kombination dieser beiden Systeme (also Blogs und Wikis) könnte sinnvoll sein. Allerdings sehe ich die Gefahr, dass zu oft die Frage auftauchen könnte, was nun wohin geschrieben werden sollte. Weniger also vielleicht mehr…?

Alternativ dazu würde sich auch der „SocialMediaClassroom“ anbieten. Beschrieben ist er ausführlich hier.

Den testen die Kollegen des jüngeren Semesters. Ich bin also entschieden dafür, eine der anderen zu probieren.

Welche Fragen sollten nun entscheiden:

Offenheit vs. Geschlossenheit: Bleiben wir unter uns, oder sind wir öffentlich? Für mich klar zweiteres.

Usebillity/Handhabbarkeit: Deshalb ist das bisherige Drupal-System wohl nicht angenommen wurden. Too much, too ugly and too far away from our daily online-life. Ein Wiki dürfte aber wohl kein Problem sein.

Funktionalität: Was muss es können?  Was wollen wir von dem System?

Auch dazu hatte ich mir schon einmal Gedanken gemacht. Und an den Antworten hat sich nicht so viel geändert. Die Kombination von Wiki und Blog halte ich nach wie vor für reizvoll. Gerade weil sich in der LV jeder ein spezielles Thema erarbeiten soll und dieses über ein Referat und eine Onlinedokumentation darstellen soll. Da Bloggen aber Kontinuität und Mut zur Unvollkommenheit erfordert, ein Wiki hingegen fortlaufend optimiert werden kann, ist zweiteres wohl das bessere. Für uns und für das nächste halbe Jahr.

Ich bin gespannt.