1.1
Die EU ist Nachfolger der EG, die Verträge über die EU und der über ihre Arbeitsweise sind gleichrangig. Warum man für diese Feststsellung jetzt schon wieder mehr als zwei sätzte braucht, versteh ich nicht.
1.2
Menschenwürde, Freiheit Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, Wahrung der Menschenwürde, Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität, Gleichheit von Frau und Mann Ich hoffe diese Phrasen tauchen nur noch hier auf, fall später noch einmal lass ich es dann weg, diese höheren Ziele stehen inzwischen in jedem Parteiprogramm und scheinen jede Bedeutung verloren zu haben.
1.3
Friede und Wohlergehen es geht also so weiter
Raum der Freiheit, jetzt wird es etwas spannender: also ein Raum der Freiheit für die Bürger der EU, der den freien Personenverkehr gewährleistet - ohne Binnengrenzen in Verbindung mit geeigneten Maßnahmen zur Kontrolle der Außengrenzen, der Kriminalität, des Asyls und der Einwanderung. Innerhalb der EU also absolute Freizügigkeit, nach Außen aber eine, wie auch immer, GEEIGNETE Kontrolle.
Die Union errichtet einen Binnenmarkt. Sie WIKRT auf eie wettbewerbsfähige soziale Markwirtschaft mit dem Ziel der Vollbeschäftigung. In welcher Form sie WIRKT…?
Umweltschutz und wissenschaftlich technischer Fortschritt, Schutz und Entwicklung des kulturellen Erbes.
Wirtschaftlicher, sozialer und territorialer und solidarischer Zusammenhalt der Mitgliedsstaaten. Währung der Union ist der EURO
Zum Abschluss von Artikel 3 dieser wunderbare Satz: Die Union verfolgt ihre Ziele mit geeigneten Mitteln entsprechend den Zuständigkeiten, die ihr in den Verträgen übertragen sind.
Viele Absichtserklärungen also, die sich lesen, wie die meisten Parteiprogramme die ich kenne. Die Union versteht sich bis jetzt also als geeinter Wirtschaftsraum, mit seinem EURO, der darüber hinaus viel Gutes für seine Bewohner tut/tun will. Ich profitiere sehr von der beschriebenen Freizügigkeit, und auch wenn ich mich oft ins 19 Jahrhundert wünsche, die Möglichkeit ÜBERALL sein zu dürfen, macht die Welt von heute so spannend.
In meinen ersten Wochen in Graz bin ich gleich auf eine BZÖ-Veranstaltung gerannt, dort hat sich dann ein Zuschauer über die EU aufgeregt mit den ungefähren Worten: >Mit der EU is alles schlimmer g’worden, alles teurer, früher konnten wir wenigstens billig Urlaub in Ungarn machen.<
Super, das sind die lustigsten EU-Gegener. Schön auch das Argument von Gerald Grosz:> das wäre ja noch schöner, das gute österreichische Geld noch ins Ausland zu bringen< Also am besten eine Mauer ums Land, keiner rein, keiner rauß. In vielen Köpfen besteht wohl noch das Bild von der Insel der Seeligen. Aber wahrscheinlich muss die EU erst für jeden so spürbar wertvoll werden wie für mich…