Spannende Blogparade, bin auf die Ergebnisse gespannt:
Hier die Fragen:
- Wo siehst Du die Grenze für Reportage-Fotografen, z.B. bei Kriegsberichterstattung?
Alles was geschieht, darf auch abgelichtet werden, besonders Kriegbilder. Sind sind retrospektive wichtige “Zeugen”. Die Bilder der Konzentrationslager des dritten Reiches halte für z.Bsp. für unverzichtbar in der Vergangenheitsbewäligung/Diskussion
2. Wo ziehst Du die Grenze für Dich selbst (würdest Du z.B. einen Verkehrsunfall mit Verletzten und evtl. sogar Toten
fotografieren)?
Die Grenze der Pietät zu übertreten erlauben nur , was auch eine dokumentarische Bedeutung hat. Verkehrsunfall fällt also aus
3. Wie stehst Du zur Auszeichnung von Fotos, z.B. mit dem World Press Photo Award, die das Leid anderer Abbilden und davon “profitieren”?
Ich halte Anerkennung für ein genau so wichtiges “Brot” wie Geld. Außerdem bekommen die Bilder so mehr Aufmerkamkeit als ohne Wettbewerbe/Auszeichnung
4. Denkst Du, dass man mit der Fotografie tatsächlich etwas bewegen, also z.B. die Welt aufrütteln kann und rechtfertigt das dann die Fotografie “um jeden Preis”?
Ja, wenn Bilder glaubwürdig sind, können sie das auf jeden Fall, ein paar Beispiele habe ich angefügt. Aber durch die
Manipulationsmöglichkeiten der (digitalen) Photographie verlieren Bilder an ihrer Stärke. Sie sind immer mit dem Zweifel an der
WIRKLICHKEIT behaftet.
hier ist klar, wie gestellt das Bild ist, aber die Bildstory ist “bewegend”
und auch dieses überstrapazierte Motiv hat eine “bewegende” Rolle in der Anti-Vietnam - BEWEGUNG gespielt
6. Wahrst Du selbst schon mal in der Situation, in der Du
überlegt hast, ob Du eine bestimmte Situation ablichten
sollst/kannst/darfst oder nicht? Wie hast Du Dich entschieden und warum?
Nein, zum Glück…