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Dieser Beitrag ist hauptsächlich als Skriptum für meine Kollegen. Mein Text dient als Überblick und ist daher recht oberflächlich, ich empfehle wärmstens die Verlinkungen, sie geben meist einen tieferen Einblick. Ich habe mich auch auf die wesentlichsten Quellen des Referates  beschränkt

Google: kein Anfang und kein Ende, aber der Vortrag muss seinen Abschluss nun mal in verschriftlichter Form finden. Es ist nur ein kurzer Abriss zu Unternehmen und Kritik. Ich hoffe die Verlinkungen geben ausreichend Einblick in dass Können und die Gefahr von Google, aber ich will weder zu viel PR noch zu viel Copy-and-Paste-Kritik anbringen, Deshalb in großen Schritten und wachen Augen durch die Google-Welt:

Google ist zu aller erst eine Suchmaschine und zwar eine, mit einer Monopolstellung in Europa.

90% aller europäischen Internetnutzer googeln. Weltweit sind es etwa 50% aller Internetuser. Hinter der vor 10 Jahren gegründeten Suchmaschine steht das 169 Milliarden Dollar schwere US-Unternehmen Google.Inc.

Zur einfachen Suchmaschine kommen zahlreiche Dienste:

Analoge Geräte wie der Kalender werden von Google in digitaler Variante ermöglicht. Von der Post (gMail) über den Atlas (GoogleEarth) bis zum Tagebuch (eBlogger) um nur einen kleinen Ausschnitt zu nennen

Damit ist Google im doppelten Sinn ein Beispiel für „Medienkonzentration“. Eine absolute Monopolstellung verbunden mit der Vereinigung einer Unzahl verschiedener Dienste unter einer Marke, einer Benutzeroberfläche und nie zu vergessen, einem Passwort.

Wie funktioniert Google:

Kerngeschäft von Google ist trotz aller Zusatzdienste weiter die Suchmaschine. Sie wird am häufigsten genutzt und aus ihr zieht Google seinen finanziellen Gewinn. Google bietet mit der Onlinesuche eine Orientierung im WorldWideWeb. Als größte Errungenschaft gilt PAGE RANK. Dieses macht es möglich, einzelnen Webseiten nach ihrer Relevanz für den Nutzer zu ordnen. Google entscheidet was wichtig ist und was nicht. Wie dieser ominöse Algorithmus funktioniert ist geheim, aber er ist erfolgreich. Mindestens genau so erfolgreich funktioniert das AdSense- und das AdWordsprinzip. Dahinter verbirgt sich nichts weiter, als dass neben den Suchanfragen passende Werbeanzeigen geschaltet werden. (AdWords) und Webseitenbetreiber passende Werbung durch google auf ihre seite stellen können (AdSense)

Die Werbeindustrie zahlt dafür Geld, das ihre Anzeigen nur noch potentiellen Kunden gezeigt werden. Damit verhindert der einzelne Werbende einen großen Strebverlust und Google kann sich finanzieren.

Nach dem gleichen Prinzip werden die e-mails, die über Gmail versandt werden gescannt und zum Inhalt passende Werbeanzeigen geschaltet. Dort beginnt auch die Kritik an Google und ich versuche nun eine halbwegs übersichtliche aber keineswegs vollständige Auflistung der Kritiker und Kritikpunkte:

Speicherung von Suchanfragen:

Google speichert alle getätigten Suchanfragen mit der zugehörigen IP-Adresse. (nach eigenen Angaben nur 18 Monate). Kein User hat Einsicht, welche Daten gespeichert werden. Es gibt keine Möglichkeit gespeicherte Daten zu löschen. Lediglich die Cookies die Google hinterlässt lassen sich löschen. Google speichert jedoch nicht nur Daten, die direkt in die Suchmaschine eingegeben werden, sondern auch wie lang auf welchen Webseiten gesurft wird und wenn eine Webseite einen GoogleDienst wie AdSense integriert, werde auch dort die Nutzerdaten gespeichert, ohne das der User davon weiß. Google will so die Ergebnisse der Suche und die Angebote für Webseiten optimieren. Siehe dazu auch ontraxx.

Zweiter Kritikpunkt sind die kapitalistischen Interessen, die das Motto: “Don’t be evil“ auf lang Sicht unmöglich machen. Das Börsennotierte Unternehmen müsse im Zweifelsfall immer auf den Profit konzentriert sein.

Unterschiedliche Kritiker haben unterschiedlichste Forderungen an Google:

Jean-Noël Jeanneney:

Er beschreibt in seinem Buch „Googles Herausforderung“ die Gefahr, die von einer amerikanischen Firma ausgeht, die sich zur zur Bibliothek der Welt macht. Hauptkritik richtet sich dabei auf GoogleBooks. Dieses würde eine Dominanz der englischen Sprache und Kultur in Europa mit sich bringen. Außerdem hinterfragt er, nach welchen Kriterien die Bücher ausgewählt und gerankt werden.

Er spricht sich für eine europäische Alternative zu Google aus, wie sie zum Beispiel durch seekport.de, gegeben ist und wie sie mit Quaero versucht wurde.

Jeanneney, Jean-Noël: Googles Hrausforderung. Für eine europäische Bibliothek. Berlin 2006.

Einen anderen Weg schlägt Herman Maurer am Ende seiner Studie vor.

Er fordert, dass Goggle von der privaten in eine öffentlich/rechtliche Gesellschaft übergeht. Nur wenn die Pflicht des unbedingten Profits verschwunden wäre, könnte man die enorme Datenspeicherung verantworten. Er fordert eine stärkere Einmischung von Politik und Regierung.

Dafür wird er wiederum von einem weiteren Österreichischen Google-Kritiker kritisiert. Auch die Google Gegner sind sich nicht einig.

Kurier-Autor Gerald Reischl hat mit der Google-Falle das wohl aktuellste deutschsprachige Buch zum Thema geschrieben.

Er wirft Google die Undurchsichtigkeit und Manipulierbarkeit des Page-Rank Allgorithmus genau so vor, wie die Speicherung der User-Daten vor.

Er fordert einen kritischeren Umgang mit der Suchmaschine (Schulfach Googeln), mehr Alternativen und mehr Transparenz

Reischl, Gerald: Die Google Falle. Die unkontrollierte Weltmacht im Internet. Wien 2008.

Die Zukunft Googles sehen „Experten“ zwischen Tod und Weltherrschaft.

Für das Ende von Google spricht die Kurzlebigkeit von Internet-Unternehmen. (DotComBlase), der riesige Energie- und Speicheraufwand von Googles Serverfarmen. Für die anhaltende Vormachtstellung sprechen die bisherige Entwicklung Goggles, die unheimliche Geschwindigkeit bei der Entwicklung neuer Dienste, die Möglichkeiten Googles potentielle Konkurrenten aufzukaufen und die dauerhafte Prägung des Internetnutzer auf Googledienste.

Die Wahrheit wie wie so oft in der Mitte liegen. Ich finde die Idee der euopäischen Alternative am spannensten, glaube aber daran, dass Google sich durchsetzten wird. Wenn schon auf einer Konferenz, bei der kein einziger Englischsprachiger Präsident vorhanden ist nur Englisch gesprochen wird, gibt es kein Problem mehr Europas Kultur in amerikanischer Sprache zu erhalten.

Hinter der Zukunft der Googles, des Internets und der Welt (hoffen wir, dass es nciht das Gleiche wird) stehen wohl so viele Fragezeichen, wie Nullen in Googol,

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weitere gute Quellen:

Die Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel des Wissens. Hg. von Kai Lehmann und Michael Schetche. Bielefeld 2005.

und meiner Meinung nach Pflichlektüre für alle Journalismusstudenten:

Recherche im Internet von David Röthler

Bei meiner morgentlichen Lektüre der Google Falle habt Gerald Reischl die Fragen von Gestern beantwortet:

Die semantische Suche wird es möglich machen, das die Suchmaschiene individuell nach meinen Bedürfnissen arbeitet. Das heist am Ende: Je mehr Daten ich google über mcih zur Verfügung stelle, desto besser sucht die Maschiene für mich. Welche Vor- und Nachteile das hat, leigt auf der Hand. Bei last.fm funktioniert das schon ziemlich gut, beschränkt auf die Musik. Aber dort hat eben jeder, der sich anmeldet auch zugestimmt das seine Hör-Daten gespeichert werden. Und, das halte ich für besonders wichtig, ich kann einzelne Stücke “Lieben” und “Bannen”. Wenn google es also ermöglichen würde, das ich selbst als User die Semantik der Suche steuern kann, wäre der Vorwurf der Manipulation, wie Reischl ihn erhebt vielleicht ausgeräumt…

Hier die Links zu Youtube, die Reischl anführt:

der Privacychannel

in der Tag-Wolke lassen sich auch kritische Beiträge finden.

Am höchsten bei mir war allerdings folgender Vortrag gerankt, hab aber schon meinen Suchbegriff vergessen. Ich wer als mal eine mail an youtube schicken und danach fragen. Hier aber erst mal das Video, leider ohne Ton, aber gut

Im Laufe des zweiten Kapitels beginnt Gerald Reischl auch auf die Dummheiten d er User aufmerksam zu machen. Diese machen google erst so mächtig, weil sie ihre Daten ins Netz stellen. Richtig aber auch die Kritik daran, das ich von den Suchanfragen nahezu abhängig bin - natürlich ich kann Yahoo benutzen. Aber 72 % der I-netuser machen dies nicht.

Und wenn ich eine Suchanfrage starte, werde ich nicht gefragt, ob ich damit einverstanden bin, das diese und meine IP-Addresse gespeichert werden.

Genau so richtig die Kritik an der Page-Rank Methode und ihrer Manipulierbarkeit. Es gibt viele Möglichkeiten, seine Seite auf google nach oben zu bringen und als User habe ich keine Kontrolle über die Entstehung des Rankings.

Doch:

1. gibt es eine wünschenswerte Alternative? Ein zufälliges Ranking?

Und 2. Wie auf die unterschiedliche Intention der Sucher eingehen?

Wenn ich nach “Hitler” suche, will ich evtl. seine Biografie, ein anderer sucht aber vielleicht nach ein paar gleichgesinnten, mit denen er Geschichtsverdreher spielen kann. ganz oben landet Wikipedia - da wird sich der Nazi aber ärgern.

Würd gern mehr schreiben, aber diese Rechner in der uni haben auch ein recht auf ihre tägliche Stunde Sturheit… außerdem ist es schon genug, sonst gibt es nur wieder Ärger…

Wie schon geschrieben, seit heut habe ich “Die Google Falle“, aber Gerald Reischl enttäuscht mich auf den ersten Seiten mit reportagehaften Beschreibungen. Wie bei google gearbeitet wird, wie sie Chefs so drauf sind und welche Gefahr er dahinter sieht.

Ich hoffe es kommen noch ein paar Fakten die belegen, welche ;acht google hat. Bis jetzt (Seite 20) ließt es sich eher wie die geschönten tiraden eines von Minderwertigkeitskomplexen geplagten Österreichers, voller Neid auf die glücklichen und reichen Erfindern von Google. -by the way, nur durch google ist ein buch über Google überhaupt möglich und es zeugt doch von einer recht gesunden selbsteinschätzung, das Reischl das zu beginn seines Buches auch fest stellt.

Sorry…

Aber, aber ich fand schon den Artikel in der letzten P.M. recht undifferenziert, aber vielleicht ist Reischls einseitigkeit nötig, um auf die nicht zu verleugnende Gefahr gools aufmerksam zu machen. Ob sie zu einem objektiven Bild beitrögt, bezweifle ich, aber vielleicht wird es ja noch besser. Es sind ja noch 150 Seiten, werd auf jeden Fall weiter lesen, aber auch weiter googlen. Mehr dazu bald…

Muss wieder in die Vorlesung

via zoomer:
google soll auf Anordnung des brasilianischen Parlaments Zugang zu
privaten Internetseiten gewähren, die Kinderpornografie enthalten
könnten. Das Unternehmen soll den Behörden 3261 verdächtige Seiten des
Online-Kontakt-Netzes Orkut zugänglich machen.

In diesem Fall ist die Weitergabe von google auf jeden Fall gerechtfertigt, und zu begrüßen - es sei denn, es gäbe andere Wege an die Infos zu kommen. Denn wo ist nun die Grenze der Datenweitergabe.
Bei organisierter Kriminalität, bei politisch Radikalen, oder wenn ich meinen Chef beleidige - zum Glück hab ich keinen…

Feierabend…

1. Eine feine Reportage über des Users größte Hass/Liebe: google

Die lustig gemeinte Verhamlosung zwischen den “Kapiteln” finde ich allerding völlig daneben.

2. Ein kluger Brief eines klugen Menschen

Und das neuste aus meiner Küche, bzw. von meinem neuen Grill:

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Grill 3

Grill2

So eine tolle Internetseite

Wenn irgendjemnd diese Buch gelesen hat, will ich unbedingt wissen, ob es die 20 Euro wert ist, die es mich kosten würde. Das ist immerhin ein paar Schuhe ;-)

Ich bin selbst sowohl von google begeistert, als auch von den dahinter stehenden Gefahren fasziniert. Über den Umgang mit google oder besser über den Umgang mit neuen Technologien,  schreibt Martin OEtting (gefunden über 6 vor 9)
einen sehr guten Beitrag. Ich halte ihn zwar nciht für den Erfinder des liberalen Umgangs mit dem Internet, aber er zeichnet ein durchaus plausibles Bild und schafft es als einer von wenigen Bloggern mich auch an einen langen Artikel zu binden.