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entgegen dem allgemeinen Tenor finde ich die Testversion der ARD Mediathek wesentlich gelungener als die ZDF Mediathek.

Die ARD lässt sich really simple über ardmediathek.de erreichen. wenn man das gleiche bei ZDF probiert Fehlanzeige. Als freund des schlechten Gedächtnis und des Intuitiven Zugangs ein Punkt für die ARD.

1:0

Zweiter Pluspunkt: Die ARD öffnet sich friedlich ein einem neuen TAB, ZDF quält mit einem neuen Fenster.

2:0

In diesem Fenster befindet sich dann bei ZDF die aktuelle Ausgabe von Heute (zumindest im Moment. Die kann ich dann, mit dem Glück der richtigen Einstellung sofor abspielen.

Bei der ARD gibt es die aktuellste ausgabe der Tagesschau und einen wie ich finde wunderbaren Überblick über das sonstige Angebot. Alles lässt sich ohne Voreinstellung und Ladezeit abspielen. (zumindest auf allen Rchnern auf denen ich es bis jetzt probiert habe. Angenehme RSS-Feeds und damit

3:0 für die ARD.

Für mich also die ARD klarer Sieger, weil perfekt auf meinen Zugang zum Web abgestimmt.

Intuitiver Zugang

Das Wichtigste an prominentester stelle mit wunderbar einfach Abspielvariante.

Vorschläge neben der Tagesschau gibt es nach Neuigkeitswert, Prominenz und Thema geordnet.

Bis jetzt also absolute Zufriedenheit, obwohl die Kritik dass es sich um keine echte Mediathek handelt stimmen mag. Was auch immer eine echte Mediathek sein soll. Ich meine das Web muss einfach und schnell sein. Das meinen die anderen:

Turi: gute Idee mit schlechter Umsetzung und wenig Zukunft

onlinejournalismus.de: noch nicht ganz startklar

Medienrauschen: ARD Mediathek. Versenkt

das ist dann auch ein kleiner Blogroll, den ich allen Kollegen und anderen empfehlen kann. aktuelleste Meinungen und neue Blickwinkel lassen sich bei allen dreien finden. Wirklich gute Medienblogs eben. Auch wenn da natürlcih noch einige mehr genannt werden müssten…

ebenfalls wunderbar: die neuen Focus-Videonachrichten. Nicht gerade last-minute news, aber wunderbar Web-zwonullig. via Thomas Pleil

Entgegen der Behauptung von PI, lese ich im Fritz Hausjell-Interview keine unmitelbare Forderung nach Pressezensur. Von den anderen Blödheiten bei PI ganz zu schweigen, aber trotzdem Danke, dass das Thema aufgegriffen wird.

Hausjell appeliert eher an so etwas wie die “Selbstverantwortung” der Medien, die sich der Flachgeistigkeit einiger Leser anpassen sollen. Also Selbstzensur statt Rotstift. Nur weil die Leserschaft die Berichterstattung so wahrnimmt, als wären “die meisten Kriminellen [...] Ausländer” , ist es noch nicht zwangsläufig der Fehler des Mediums.

Aber Hausjell hat ja recht: “Man muss sich aber dessen bewusst sein, dass so bei der Leserschaft vermittelt wird, die meisten Kriminellen seien Ausländer”

Aber die Konsequenz der Selbstzensur ist doch etwas Unsinnig, gerade in einer Welt in der jede Information über das Netz zu bekommen ist. Die Nichtnennung des Herkunftslandes von Kriminellen wäre etwa so sinnvoll wie die Selbstbeweihräucherung des KURIER, der ganz stolz ist keine Namen und keine Bilder zum Fall von Amstetten zu bringen.

Ich war anfangs begeistert, dass sie der Kurier es unterlassen hat, aber sich dann auf so blöde Art noch damit zu brüsten naja…

Bleibt der Ansatz von Hausjell: “Die Politik muss sich eine Antwort auf Kampagnenjournalismus überlegen. Das betrifft auch die Frage der Vermittlung von Medienkompetenz, die endlich in den Schulen Pflichtfach werden soll.”

Da kann ich nur Zustimmen, obwohl mich der begriff der “Pflicht” tief ins liberale Herz trifft. Aber wenn ich das junge Volk dazu bringe darüber nachzudenken, WARUM eine Zeitung etc. etwas schreibt/nicht schreibt, könnte schon viel gewonnen sein…

In einem Anflug von Sentimentalität hab ich nicht nur viel zu viel geschrieben, sondern auch viel zu persönlich, deshalb nur meine “Leseerfahrungen vom langen Wochenende:

Georg Franck lese ich viel zu selten, aber jedes Kapitel aus seiner Ökonmie der Aufmerksamkeit (ein lustiges Interview, was für ein Sound) ist so voller Richtigkeit. Ähnlich wie Eric-Emmanuel-Schmitt erklärt er das menschliche Verhalten auf das Einfachste und alles was er schreibt kommt einem ständig so vor, als hätte man es schon immer gewusst: „aber auch dann, wenn ein stabiles Selbstwertgefühl einmal aufgebaut ist, bleibt es auf laufende bestätigung angewiesen- Die Selbstwertschätzung wird dann nur nicht so leicht einklicken, wenn die äußere Anerkennung zurück bleibt. Eine gewisse Robustheit ist hier entscheidend…“

Wie persönlich die Wissenschaft doch sein kann. Zum Glück studier ich keine Psychologie ;-)

Wirklich neues gab es in Udo Ulfkottes: „So lügen Journalisten“. Er führt eine Ungeheuerlichkeit nach der nächsten an und erzählt von soviel Betrug, dass man allem misstraut, sogar seinen „Wahrheiteiten“. Wenn man sich die Partei Ulfkottes anschaut, bewahrheitet sich mal wieder: “Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche”. Aber ich lerne eh am liebsten vom politischen G.egner

Mindestens genau so prägend: der wesentlich schätzenswertere Thomas Leif: „Mehr Leidenschaft Recherche“ Noch spannender macht es so richtig Lust in dicken staubigen Aktenwälzern nach politischen Sauereien zu suchen. obwohl es wahrscheinlich die erste Pflicht wäre, all die Geschichten nachzurecherchieren, die in den beiden Büchern auftauchen, aber dann wäre ich wohl bis ans ende meiner tage damit beschäftigt die Vergangenheit ins rechte oder linke Licht zu rücken und das ist wohl fad.

Eine Story trotzdem für alle geschichtslehrer, besonders natürlich meine sehr geschätzten;

Guido Knopp macht nicht nur schlechte Filme, über die man diskutieren kann, seine ganze Persönlichkeit ist zu hinterfragen. Denn, der promovierte Historikus lehrt laut dem Artikel von Thomas Schuler an der Gustav Siewerth Akademie. Der leitende Senat dieser Schule stehe den „ultrarechten, gehimbündlerischen Organisationen wie dem Opus Dei, dem Engelswerk und der Psychosekte VPM nahe.“ Davon steht nicht im Wiki-Artikel. Hier die Gegendarstellung Knopps

Wenn Knopp also ein kleiner Rechter ist, der sich kritisch mit der NS Vergangenheit auseinander setzt, erklärt das zumindest vieles in seinen Filmen. Soviel zum Ernst des Lebens, es hat sich mal wieder bestätigt, das es kein Wissen geben kann, von vertrauen will ich gar nicht reden…

und zum Abschluss das Montagsvideo für die Frau mit den schönen Augen und zu wenig Zeit:

Nein, es ist nicht lustig.

Bilder vom schönsten Job der Welt:Schneeengel mit Herz…

… und Mikro

warten und arbeiten:

Die Präsidenten haben sich mit einer Pressekonferenz verabschiedet. Auf Englisch, sher würdig, aber nciht gerade inhaltschwanger. Besonders gespannt bin ich auf meine analogen Bilder, kommen so anfang nächster Woche. die digitalen Bilder, kann ich jetzt dank Claudia schon online stellen. Jeder Bilderserie bekommt einen einzelnen beitrag das dürfte das hochladen und lesen erleichtern.

Die ganze Veranstaltung war für einen Neuling wie mich ganz spannend. Erkenntniss:

1. Die Wartezeit von Journalisten (besonders Kamera) ist 10mal größer als die Action Zeit

2. Lachsbrötchen sind lecker.

3. mit kleinem eeePC und kleiner PentaxML2 hat man viel mehr Freude und Freude als “Die Großen” und mit einem H2 Handyrecorder hat man dann auch einen O-Ton von Bundespräsident Horst Köhler

4. OT von BP’s sind schwer zu bekommen und fad.

5. Egal wenn man gerade alles gesehen hat, nichts ist schöner als danach wieder in die FH zu kommen und zu lernen.

Schneeengel freut sich übers herzNein es geht nicht um Amstetten, bin mit dem Schneeengel im Pressezentrum für das Treffen der Staatsoberhäupter in Graz angekommen. Zur Akkreditierung gab es ein Lebkuchenherz, sonst ist hier noch nciht wirklich was los. Alles gelassen nur ich bin ein bißchen Hibbelig, vielleicht auch wegen meiner Komplexe, weil ich die kleinste Kamera hab (Pentax ML2- wenn’s gute Bilder werden, bald hier).

Er arbeitet nicht er freut sich über sein herz ;-)

 

Es gibt ein kleines Buffet (noch, der Schneeengel ist gerade zum zweiten mal an der Versorgung;-), in der Ecke läuft CNN und außer uns ist nur noch ein weiteres Duo anwesend. Ab 15 Uhr geht dann der offizielle Teil los, die nächsten Blogbeiträge werden sich sicherlich um die VIP’s drehen, auch wenn es viele andere dinge gibt, über die ich schreiben sollte:

die Berichterstattung zum “Fall Amstetten”

google

mein neues eeePC kommt heut…

Aber da ich gerade einmal an halbes Jahr an der journalistischen Pforte kratze, daraf ich noch guten Gewissens machen was ich will. Besonders hier im Blog

Erste Impressionen:mein Blog und der schneeengel

Mein Blog und der Schneeengel

 

 

 

Hm, die beiden schönsten bilder werden irgendwie nicht angezeigt… Kommt aber noch

 

 

Frust:
Da wollte ich für meine all-dienstägliche Radiosendung ein paar Stimmen zum EU-Reformvertrag sammeln: zum einen vom gemeinen Volk und zum anderen von den noch viel gemeineren Politikern.
Beides nicht so einfach:
Auf dem grazer EUROPAplatz in Graz freuten sich viele Menschen mal in ein Mikro zu sprechen, als ich aber fragte, was sie den zum EU-Vertrag meinen würden, bekam ich immer ein beschähmendes : “keine Ahnung” zu höhren. zehn mal, dann war meine Frustgrenze erreicht.
Zum Glück hat dann eine etwas ältere Frau gemeint, man müsse sich noch informieren; ein Mann um die 40 hat sich dann noch über das EU-Diktat aufgeregt, so war zumindest ein wenig vox populi entstanden.
Dann wollte ich weiter ins Rathaus, und immerhin die Pforte war noch offen. Also hinauf zum

Büro des schwarzen Bürgermeisters: abgeschlossen
grüne Vizebürgemeisterin: abgeschlossen
SPÖ: niemand da

nur bei der FPÖ war volles Haus, im entlegensten Winkel des Rathauses viel ein Lichtstrahl durch die große Tür. Gedämpfte Stimmen dahinter, als ich vorsichtig Klopfe und die Tür öffne, werde ich freundlich begrüßt. Wie man mir helfen könne. Ich frage ob Susanne Winter oder einer ihrer Vertreter da ist, und für ein kurzes Interview zum Reformvertrag zur Verfügung steht. Mein Gegenüber vom Empfang verschwindet in einem Raum aus dem lautes Lachen dringt, dann ein kurzer Moment der Stille, bis er mit der Nachricht zurück kommt: Heute nicht mehr, ich könne morgen anrufen und mir einen Termin geben lassen.
Termin? - Dann kann ich mir auch gleich ein Tonband schicken lassen, von dem ich mir dann das zusammen schneide, was ich brauche.

Kurze zusammenfassung. Ich bin also kurz vor 19 Uhr im Grazer Rathaus und außer der FPÖ ist niemand mehr da.
(Wahrscheinlich haben alle anderen die Hoffnung sich 19:30 in der ZIB zu sehen, und da will man ja daheim sein.)

S. Winter will/kann nichts sagen, sie muss hart arbeiten und das, obwohl sie eigentlich gar nicht arbeiten darf, dafür aber noch Geld bekommt. Aber das ist eine andere Geschichte…

und das Volk, hm das Volk,
das hat, wie auch ich keine Ahnung was wirklich auf 236 EU-Vertrag steht, was all das bedeutet. Ich hab jetzt zumindest das Infomaterial von Ursula Plassnik angefortert, die Infos von “rettet österreich” besorgt, und hoffe mich nach und nach durch den Vertrag zu arbeiten, meine Erkentnisse werden dann hier veröffentlicht, wenn einer meiner Leser sich daran beteiligen will und einzelne Absätzte des Vertrages zusammenfassen und kommentieren will, er ist herzlich eingeladen.
Ich glaube es ist die einzige Möglichkeit sich halbwegs objektiv zu informieren, wenn man dieses Monstrum von Vertrag selbst ließt. Zumindest die Österreichischen Parteien machen kaum den Eindruck, als würden sie sich inhaltlich mit dem Vertrag beschäftigen.
Das schlimmste dabei ist, das sich die rechten Flügel auf dem wunderbaren Argument der Volksbeteiligung ausruhen können und ich ihnen auch noch Recht geben muss. Also ihr Rechten, ändert eure Meinung, ich bin so gern gegen euch.

Print ist tot: von steffen bueffel.

nettes Video für nekrophile Papierhasser, und andere Realisten…

Die Cyberdemos von Reporter ohne Grenzen  scheint nicht sonderlich erfolgrei zu laufen kaum mehr als nur in China und Burma sind im Moment mehr als tausend Demonstranten. die Idee ist prinzipiell nett, aber was erreicht man mit einer Demonstration, ein bißchen Aufmerksamkeit, ist für die betroffenen Regionen sicher gut, aber ich befürchte, das Demonstrationen oft die einzige Tat sind, mit der sich Menschen für eine Sache engagieren. Ich bin kein großer Fan solcher Veranstaltung, im wirklichen wie im virtuellen Leben. Aber leider fehlt mir noch das “Rezept” gegen die staatliche Unterdrückung von Journalisten.
ich bin ganz froh in Europa leben zu dürfen. Hier kann ich noch (ganz ohne schlechtes Gewissen, wg. Schleichwerbung) sagen:
“Die Freiheit nehm ich mir”

Änderung: Am Ende waren es nach Angaben von ROG immerhin: 21.843 Demonstarnten. Das ist im Verhältniss zu den Aufrufen diverser anderer Internetseiten aber leider immer noch nicht viel…

Nach einem halben Jahr aktiven und passiven Blogosphärendaseins ein paar Gedanken - ein langer Monolog der um Wirkung, Aufmerksamkeit und einiges mehr bettelt:

Besonders spannend finde ich Blogs wie

politically incorrect,Medien Backspin,Freunde der offenen Gesellschaft,oder die Achse des Guten

Dort wird mit Kontinuität eine Meinung publiziert, authentisch und gegen allen Widerspruch verteidigt.
Anfangs war ich davon begeistert, demokratischer Meinungsaustausch zu politischen Themen.
Aus der Summe aller Beiträge könnte jeder Leser ein Weltbildbekommen was einen Großteil der geäußerten Meinungen berücksichtigt.

Inzwischen hat sich diese idealistische Betrachtungsweise etwas geändert (und sie wird es wieder tun)

Ich glaube, dass der Großteil der Leser, und erst recht der Blogger, nicht auf der Suche nach einer Auseinandersetzung um der Wahrheit/Objektität         Willen ist, sondern vielmehr darum bemüht,  einmal geäußerte Standpunkt zu verteidigen.

Die Anonymität des Internets verleitet in meinen Augen weniger zur inhaltlichen Auseinandersetzung, sondern vielmehr zur dialektischen Probebühne für die Auseinandersetzung selbst.
Der Blogger vertritt seine Meinung und verteidigt sie gegenüber eventuellen “Angriffen”, dabei muss er jedoch nie in eine TATSÄCHLICHE Auseinandersetzung,
die Auseinandersetzung besteht nur um ihrer Selbst Willen und hat also keine Konsequenz auf die eigene Weltanschauung. Denn im Gegensatz zur dirketen Auseinandersetzung im persönlichen Kontakt hat man jederzeit die Möglichkeit des konsequenzlosen Rückzuges.

Der Blogger hat zudem die häufige Möglichkeit, sich auf Leute zu beziehen die der gleichen Meinung sind wie er; er findet also Bestätigung.
Noch mehr Bestätigung als durch formulierte Zustimmung scheint er allerdings durch die Zahl der Seitenaufrufe zu bekommen. Besonders PI äußert sich immer stolz zu ihrer Leserfrequenz, die sicher deutlich über dem gesamten Bekanntenkreis aller Pi-Schreiber. (Und auch ich kann nicht beschtreiten das ich bei einer geringeren Anzahl von Seitenaufrufen und Kommentaren mit dem gleichen Enthusiasmus am Werk wäre)

Wenn man also von mehr Leuten wahrgenommen wird, führt das sicherlich zu einer Steigerung des Selbstwertgefühls (Siehe paris hilton), aber kann man aufgrund Gestiegenen Interesses an der eigenen Meinung auf die Richtigkeit dieser Meinung schließen? Ich hasse rhetorische Fragen…

Das ist leider nicht nur ein Broblem der Plogger (Scherz am Rande), sondern durch die zunehmende Prägung meiner Generation auf den Computer scheint sich das Sozialverhalten im allgemeinen anzupassen.
Wie komm ich nun wieder darauf.

Auf meiner Hochschule werden halbjährlich wunderbare Evaluierungen durchgeführt. Das sind onlinebassierte, anonyme Umfragen in denen Studierende ihren ganzen Frust in die Tasten des Computers drücken und der entsprechende Proff bekommt dann ein “Best of”.
Das ist im Prinzip nett, aber prinzipell…

Einige Proffs haben sich nun mit den Ergebnissen auseinandergesetzt und dazu Stellung genommen. Einer hat sogar eine Diskussion angestrebt, in der die Inhalte der Evaluierungen und des Unterrichts diskutiert wurden.
Ich war begeistert,                   bis zu dem Punkt, als er fragte, wer sich in den Vorlesungen unwohl fühle und sich kein einziger gerührt hat.
Als er sich daraufhin umgedreht hat und darum gebeten hat, die Abstimmung hinter seinem Rücken erneut durchzuführen, haben sich dann 5 Leute gemeldet.
5 Kollegen, die alle ein kommunikatives Fach studieren, und irgendwann einmal als 4. Gewalt im Staate arbeiten wollen. 5 Leute deren Aufgabe es  sein wird, gesellschafliche Diskussionen zu führen, und als öffentliches Kontrollorgan zu funktionieren. Dazu gehört in meinen Augen auch, Missstände offen anzusprechen und sie nicht unter dem Deckmantel der Anonymität in die Welt zu setzten.

Gern würde ich dem Computer die Schuld geben, der uns lehrt alles in ihn hinein zu werfen, in der Hoffnug, es kommt an der richtigen Stelle wieder hinaus.

Aber die Wirklichkeit, die Lebenswirklichkeit des Einzelnen, beruht auf Kommunikation und darauf, das die eigene Lebenswirklichkeit mit der Lebenswirklichkeit der Umgebung abgeglichen wird.
Wenn ich meine Wirklichkeit also nur in diese Geräte kommuniziere und nicht mehr an diejenigen, denen die Intention gilt, bleibt die Auseinandersetzung auf der Strecke. Im besten Fall bekomme ich und mein Gegenüber die Formulierung der jeweils anderen Meinung und können uns mit dieser auseinandersetzten.
Aber es beliben starre Systeme und die Dynamik, die Energie einer tatsächlichen, physischen Auseinandersetzung fehlt weiterhin.

Nach einem halben Jahr des Bloggens und Lernens über Bloggen halte ich dieses Instrument nicht geeignet für die Auseinandersetzung, es erfüllt eher einen Zweck der Zeitung, den der Herstellung von Zeitgenossenschaft. Wir haben ein Wissen über die Meinung des anderen. Aber meine Mutter sagte schon immer :
Wissen allein reicht nicht.

Ich hoffe also auf Widerspruch
Auf diesen blog, das Leben im Allgemeinen
auf alles
alles und jeden
auf Widerspruch um der Wahrheit Willen
Wahheit die es nie geben wird
wider wahrheit wissen

Ich hoffe auf wider spruch
nicht um des sprechens willen
wider willen sprechen
will sprechen
will ist der imperativ von willen
will sprechen
wider und wieder
auch du dani
auch du johanna
auch du

sprich wider

nur du, Geliebte - widersprich mir nicht