Archiv der Kategorie 'Links'

05
Sep
08

mal wieder das Internet

Nach einer sehr angeregten Diskussion am gestrigen Abend hielt ich es mal wieder für Zeit, ein paar Worte zu unserem täglichen Begleiter zu verlieren.

Der Beitrag richtet sich hauptsächlich an Heinz Wittenbrink. Er ist Lehrender an meiner FH und macht sich gerade Gedanken (1, 2) über das nächstes Semster.

In den Beiden Artikeln klingt es nach recht theoretischer Auseinandersetzung mit dem Web, von der ich bis jetzt in dem angedrohten Ausmaß aber verschont geblieben bin.

Nach dem ersten Jahr fällt mir auf, das der Großteil von „uns Studenten“ inzwischen mit den Werkzeugen des Web zumindest vertraut ist. Wenn wir von einem Jahr noch dachten, ein Tag hat 24 Stunden, sind wir jetzt etwas schlauer…

Auffällig für mich ist die geringe Nutzung dieser Werkzeuge und die schwach ausgeprägte Verknüpfung zwischen „uns Studierenden“. Etwa 10 von 25 haben, soweit ich weiß einen Blog, viele nutzen einen Feedreader, eine gute Handvoll nutzt aktiv Social Bookmarks. Die gegenseite Verknüpfung beschränkt sich aber zum Großteil auf Partybilder im StudiVZ, Instant-Messaging und den Blogroll. Von „Ich lass den anderen wissen, was ich weiß“ sind wir erschreckend weit weg. (Oder wissen wir ncihts?)

Ich glaube, du solltest die von dir angedachte Konzeption um „linguistische und soziologische Theorien“ auch dazu nutzen, die Bedeutung von diesen und anderen Webdiensten zu erklären. Es hat sich gezeigt, das Wenige von uns etwas anfangen, wenn sie nicht wissen wozu.

Wenn aber klar wird, dass eine gute Vernetzung auf Verschiedenen Plattformen einen „Mehrwert“ für mich als Einzelnen und „mein Unternehmen/mein Arbeitgeber“ hat, ist vielleicht mehr Verständnis für deren Notwendigkeit zu erreichen.

Kurz: Wenn wir Dinge nicht ausprobieren, und dadurch ihre Bedeutung erfahren,  müssen wir von der Bedeutung so überzeugt werden, dass wir es ausprobieren. Ich glaube, bei uns JUK07ern hattest du nur bei denen Erfolg, die ausprobieren und begreifen. Ich hoffe dein Ziel (und so verstehe ich deine Texte) ist es, das Begreifen vor das Ausprobieren zu setzten.

By the way. Ein schöne Sauerei ist open-trace.

Ich empfehle JEDEM einen Tag lang über die URL-Zeile in diesem Fenster zu surfen und danach mal auf „profil auslesen“ klicken. Das ist wahrscheinlich nur der kleine Bruder. Aber jeder der auf technorati surft, „hat genug Zeit, Musik zu hören und treibt sich gern in Amüsierlokalen rum“. Schön auch die Umschreibung für You Porn-Besucher: “ Sie werden angezogen durch die explizite Darstellung sexueller Handlungen“. Und wer diesen Blog liest (also WordPress allgemein) „über das normale Maß hinaus am politischen Tagesgeschehen interessiert“.

Es lebe die Schublade, aber was soll man schon mit einem doppelten Boden.

P.S. Aus aktuellem Anlass will ich auf die Aktualisierung meiner bescheidenen Web-Dienste-Übersicht hinweisen.




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