Nicht nur politisch wird die Hessenwahl am Sonntag einen Vorgeschmack auf den Rest des Jahres geben. Auch der Wahlkampf im Web geht (hoffentlich) erst richtig los…
Bemerkenswert die Entwicklung von Thorsten Schäfer-Gümbel. Als graue Marionette verspottet, probiert er es mit dem alten SPD-Versuch des Youtube-Dialogs. (Hatte ja auch schon mal Kurt Beck).
Am Anfang etwas frontal, dann locker flockig und inhaltsleer, dann wieder völlig überfrachteter Inhalt, nun ja. Die momentane Entwicklungsstufe ist dann nach Peters Woche wohl das beste, was es im Moment in Deutschland gibt.
Erster Versuch:
Und Jetzt (wir hoffen beim geänderten Bildausschnitt mal auf Absicht):
Roland Koch versucht spät aber doch ähnliches im Webcamp, leider genau so merkwürdig wie das gesamte CDU TV. Aber zu YouTube gibts nochmal einen Extrabeitrag, wenn sich nur die Pressesprecher dieser Parteien endlich mal melden würden.
Noch peinlicher als Roland Kochs YouTube-Versuch (wenigsten mutig) ist das sogenannte Twitter-Interview von Robert Basic mit TSG. Das hat in keinster Form etwas mit Interview zu tun, sondern ist die moderne Version des Kanzlers im Bierzelt. Volksnähe ist nicht unbedingt eine erstrebenswerte Eigenschaft von Politikern. Und den Begriff des Interviews sollte man wirklich nur verwenden, wenn es der Wortbedeutung gerecht wird. Ich hoffe Robert Basic verdient mit seinem Blog viel Geld, das er sich solche Blödheiten in Zukunft sparen kann.
Damit zurück zum Positivismus. Nach der „Nacht im Netz“ (sie erinnern sich, da wurde ein neuer amerikanischer Präsident gewählt) gibt es vom ZDF die „Wahl im Web„. Das Pilotprojekt geht also in Phase zwei.
Ich erwarte ein vernünftige Verbesserung und die erneute Demonstration, dass Inhalt und Journalismus auch im Web Platz haben. Befürchte allerdings schlimmstes. Nämlich „total spannendes BlaBla“
Klaus Kleber ist leider nicht dabei, dafür Markus Kavka. Denn kenn ich nur von MTV – das lässt schlimmes erwarten, aber warten wir es ab. Schon jetzt fehlen mir die Dinge, die beim letzten Mal noch großes Potential verschenkt haben. (delicious, twitter …)
Naja, ich werd trotz gemeiner Beschäftigungspolitik meiner FH „einschalten“. Die Hessen wählen ja zu humanen Zeiten. Nicht wie diese Amis.
P.S. Ob ich es gut finden soll, dass mich von 555 Feeds nur zwei auf die „Wahl im Web“ aufmerksam machen? Ich weiß nicht, dank an die Empfehlung vom @schneeengel und homopoliticus
P.P.S. 10 Tage nach der Wahl bin ich in Hessen. Da. Ich habs ja sonst nichts so mit Werbung, freu mich aber auf die Fachsimpelei über „Die Zukunft der Online-PR“. Dabei stecken wird doch drin. Aber was solls…
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