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;-)

HW gefunden bei oevp

Studenten sind so…

Eigentlich war ich nie ein Fan von Blogs, die eine Linksammlung erstellen, aber inzwischen finde ich darüber die spannendsten Beiträge. So auch häute und deshlab meine erste Linksammlung:

Elfriede Jelinek verarbeitet Amstetten

Ein verstörender Text, der keinesfalls am Bildschirm zu lesen ist. Ich finde ihn wie geagt, verstörend, aber absolut passend.

Skandale in Österreich und der Schweiz

Andreas Masüger greift Amstetten auf, und geht auf die Role von “Experten” in den Medien ein. Ein kleiner Denkzettel, der ohne diesen Anlass noch seriöser wirken würde.

Offener Brief von ROG an Dimitri Medwedjew

Forderungen nach mehr Pressefreiheit in Russland.

Texte ohne Substanz

noch ein Denkzettel für die Fluffies. Ein Plädoyer gegen rundgelutsche Texte, das sich neben PR - isten (also Humanum publicarum relationes) auch Journalisten zu Herzen nehmen sollten. (Frei nach dem Motto: “Ob schriftlich oder militant, wichtig ist der Widerstand;-)”

Have a nice day

s geht in einem Menschen vor der folgende Phrase bei google eingibt:

“sich selbst in den Mund wichsen” und “an was muss beim wichsen denken” - Auszug Statistik

Ich hoffe dem/den - jenigen ist die Lust vergangen…

Wie dumm es ist google solche Fragen zu stellen werd ich idann n den nächsten Tagen im Blogeintrag zu meinem googlevortrag zusammenfassen.

Mehr gibt es heute nicht, ich würde mich nur aufregen…

Also jetzt hab ich auch noch einen Youtube account… kein Viedeo kann ich mehr sehen, ohne das es alle wissen. Aber ohne account kann ich leider keine Nachrichten an Viedeoproduzenten schicken und ich hoffe, das der Produzent des Datenschutzfilmes über google (siehe letzter Beitrag) auf meine Anfrage reagiert und ich nicht bei null anfangen muss, noch dazu wo das ganze am Montag fertig sein soll.

Also und weil ich You Tube doch noch haupsächlich zur Musiksuche nutzte hier der Song des Tages, angelehnt an den Schneeengel:

Smells like teen spirit in allen Varianten:

Das Original:

Mein Liebling:

Der Stille

Der Lockere

Die Massen

Der/Die Strange

Die ulkigen:

Man kann mit einem Lied also eine ganze Menge anstellen, nicht immer zur Freude aller…

Der folgende Beitrag ist für alle Eltern, ehemal. Lehrer d, etc. die Glauben, ich würde nur Mist machen. Zumindest mit großen Namen und ihren Schriften quäl ich mich. Der Text entstant als “Essayanalyse” für die Vorlesung Sprachkunst und Literatur:

Kampf mit Theodor Wiesengrund

Weißer König und schwarzer Turm stehen sich gegenüber, mit grünem Filz an den Füßen und auf hellem, lackiertem Holz. Unbeweglich, trotz endloser Anzahl von Möglichkeiten; aber keiner weiß, wer am Zug ist.

Der schwarze Turm oder der weiße König:

Theodor W. Adorno.

Schwarz und Weiß treffen aufeinander, Turm und König stehen sich gegenüber und wissen nicht, ob der Andere zu schlagen ist. Wissen nicht, wie der Andere zu schlagen ist. Ein Schachspiel ohne Ende; kein Sieg, keine Niederlage, kein Remis vor Augen, verharren die Spieler im Denken:

Ist jener der Sieger, der mutig zuerst zieht, überzeugt ob seiner Stärke? Oder ist jener der Sieger, der ruhig darauf wartet, dass der Gegenüber seinen Zug tut und damit den Fehler begeht?

Ein unverständliches Spiel nach verständlichen Regeln – die Auseinandersetzung der Worte:

45. Wie scheint doch alles Werdende so krank.

Weiß denkt:

Das dialektische Denken widersetzt sich der Verdinglichung auch in dem Sinn, daß es sich weigert, ein Einzelnes je in seiner Vereinzelung und Abgetrenntheit zu bestätigen: es bestimmt gerade die Vereinzelung als Produkt des Allgemeinen

Schwarz denkt:

Es gibt nichts Einzelnes und nichts Ganzes.

Das Einzelne ist nur, weil es das Ganze gab. Das Ganze ist die Summe des Einzelnen. Keines von Beiden wäre ohne das Andere.

Der Sieg des Königs wäre nichts, ohne die Niederlage des Turms. Der Turm allein auf dem Schachbrett wäre nichts.

Schlägt der Eine den Anderen, und ist damit der Einzige, der Gewinner, so ist er doch nur einzeln, weil er aus dem Allgemeinen, dem Spiel der Figuren, als Sieger hervorgegangen ist. Der Glanz des Siegers ist das Produkt der Auseinandersetzung, ohne diese und ohne die Existenz des Verlierers, gäbe es keinen Sieger.

Weiß denkt:

So arbeitet es [das dialektische Denken] als Korrektiv gegen die manische Fixiertheit wie gegen den widerstandslosen und leeren Zug des paranoiden Geistes, der das absolute Urteil mit dem Preis der Erfahrung der Sache bezahlt.

Schwarz denkt:

Nur wenn wir kämpfen, wenn sich die Gedanken duellieren, können wir gewinnen. Das einfache Ausprobieren würde uns zwar eine Erfahrung lehren, niemals aber würden wir den Grund von Sieg oder Niederlage erfahren. Das einmalige Ergebnis des Versuchs würde zum Vorurteil gelangen, ohne, dass wir verstehen würden, warum es so gekommen ist.

Weiß denkt:

Aber darum ist Dialektik doch nicht, wozu sie in der englischen Hegelschule und dann vollends im angestrengten Pragmatismus Deweys wurde, sense of proportions, das Einstellen der Dinge in ihre rechte Perspektive, der einfache, aber hartnäckige gesunde Menschenverstand.

Schwarz denkt:

Wir denken nicht nur um der Erkenntnis willen, sondern wir denken um das Spiel zu gewinnen. Lohnt sich das Denken also für den, der verliert? Der weiße König sagt ja, Dewey sagt nein. Wir können das Denken und unseren Geist als Waffe im Kampf um den Sieg benutzen, oder wir können unser ganzes Dasein auf das Denken, auf den Konflikt, ausrichten. Bestimmen wir unsere Wesen durch den Sieg oder durch die Auseinandersetzung?

Weiß denkt:

Wenn Hegel im Gespräch mit Goethe solcher Auffassung selber nahezukommen schien, indem er seine Philosophie gegen den Goetheschen Platonismus damit verteidigte, daß sie »im Grunde nichts weiter« sei, »als der geregelte, methodische ausgebildete Widerspruchsgeist, der jedem Menschen innewohnt, und welche Gabe sich groß erweist in Unterscheidung des Wahren vom Falschen«, so enthält die hintersinnige Formulierung eulenspiegelhaft im Lobe des »jedem Menschen Innewohnenden« zugleich die Denunziation des common sense, zu dessen innerster Bestimmung es gemacht wird, gerade nicht vom common sense sich leiten zu lassen, sondern diesem zu widersprechen.

Schwarz denkt:

Michael Nyman ist großartig. Er lässt das Duell der Streicher und Bläser in einer alles erklärenden Harmonie gipfeln. In der Musik ist es egal, ob der Weg oder das Ziel von Bedeutung ist. Die repeat-Taste macht es möglich.

Der gesunde Menschenverstand lässt mich solang denken, bis ich den Schlüssel zum Sieg finde. Nun soll es aber die Bestimmung des gesunden Menschenverstandes sein, eben diesem »gesunden Menschenverstand« nicht zu folgen, sondern diesem zu widersprechen.

Der gesunde Menschenverstand, der ausgebildete Widerspruchsgeist, ist aber nicht zum Widerspruch verpflichtet: Er erweist sich als groß, in der Unterscheidung des Wahren vom Falschen. Ist diese Unterscheidung gemacht, gilt es, nur noch dem Falschen zu widersprechen.

Ziel ist es also nicht, den Spielsieg auszukämpfen, sondern zu wissen, wer der Sieger ist. Ziel ist nicht der Sieg, nicht die Auseinandersetzung; Ziel ist es DARÜBER zu wissen.

Weiß denkt:

Common sense, die Einschätzung der richtigen Verhältnisse, der am Markt geschulte, weltläufig geübte Blick, hat mit der Dialektik die Freiheit von Dogma, Beschränkung und Verranntheit gemein.

Schwarz denkt:

Ich muss ÜBER alles wissen, sowohl mit dem gesunden Menschenverstand, als auch mit der Dialektik. Ich muss mit ihnen wissen und über sie wissen.

Sowohl das logische, als auch das widersprüchliche Denken halten mich davon ab, den Zug zu ziehen, den ich schon immer gezogen habe. Der denkende Schachspieler, egal ob nach gesundem Menschenverstand oder nach der Dialektik, denkt über jeden Zug nach und ist damit erhaben über den Fehler des Dogma, der Beschränkung, der Verranntheit.

Weiß denkt:

Seine Nüchternheit gibt ein unabdingbares Moment von kritischem Denken ab ;-)

Schwarz denkt:

Weißer König und schwarzer Turm kämpfen gemeinsam gegen ihre eigene Überflüssigkeit, und doch kämpfen sie gegeneinander. König und Turm schlagen sich nicht und geben den Kampf nie auf. Weder der Sieg wird beschlossen, noch der Kampf abgebrochen. Das Ziel des dialektischen Denkens ist die Fortsetzung des Kampfes, das Unentschieden bleiben, ohne unentschieden zu sein.

Weiß denkt:

Aber der Verzicht auf verblendeten Eigensinn ist doch auch wiederum dessen geschworener Feind.

Schwarz verzweifelt:

Es ist doch nichts trivialer als die Einsicht in die eigene Unfehlbarkeit. Nur indem ich mich zum Mittelpunkt der Welt und allen Denkens mache, bin ich fähig zu denken. Nur der Totalitätsanspruch meines Denkens lässt überhaupt Dialektik zu. Alles andere, das bescheidene Denken, so gescheit es auch sein mag, muss doch daran scheitern, das es sich selbst relativiert. Wenn ich dialektisch denke, mit mir als Zentrum, brauche ich mich selbst nicht zu relativieren - das Gegenteil meiner Position ist bereits ein Teil dieser.

Weiß:

Die Allgemeinheit der Meinung, unmittelbar angenommen als eine in der Gesellschaft, wie sie ist, hat zum konkreten Inhalt notwenig das Einverständnis.

Schwarz denkt:

Wichtig in der Auseinandersetzung ist die Gleichheit der Waffen, die Einigung auf gleiche Regeln, gleiche Begriffe. Das Matt bedeutet genau so das Ende der Partei wie das Remis. Darüber sind wir uns einig, auch darüber, dass nur einer von beiden es herbeiführen kann. Nur, wie wir dazu kommen, was das Ende ist, bleibt Denken.

Weiß denkt:

Es ist kein Zufall, daß im neunzehnten Jahrhundert gerade der abgestandene und durch die Aufklärung mit schlechtem Gewissen versetzte Dogmatismus auf den gesunden Menschenverstand sich berief, so daß ein Erzpositivist wie Mill gezwungen war, gegen diesen zu polemisieren.

Schwarz:

Ökonomisch betrachtet wäre als also sinnvoll, sich auf einen gesunden Menschenverstand zu besinnen, denn dieser ist zumindest dem Dogmatismus überlegen. Dieser sagt, meine Chancen zu siegen liegen bei 50 Prozent.

Weiß denkt:

Der sense of proportions vollends bezieht sich darauf, daß man in den Maßverhältnissen und Größenordnungen des Lebens denken soll, die feststehen.

Schwarz denkt:

„Verfolge einen Gedanken sieben Sätze lang. Wenn das gelingt, läßt er sich weiter verfolgen.“ 1

Weiß denkt:

Man muß nur einmal einen hartgesottenen Repräsentanten einer herrschenden Clique haben sagen hören: »Das ist nicht so wichtig«, muß nur beobachten, wann die Bürger von Übertreibung, Hysterie, Narretei reden, um zu wissen, daß es gerade an der Stelle, an der die Berufung auf Vernunft am promptesten eintritt, unweigerlich um die Apologie der Vernunft geht.

Schwarz denkt:

Wenn es die Vernunft also schon nötig hat, dass sie verteidigt werden muss, dann ist es um sie geschehen. Wenn es also schon darum geht, wer gewinnt, haben wir beide verloren. Das ist die Logik…, so macht denken Spaß.

Weiß denkt:

Den gesunden Widerspruchsgeist hat Hegel mit der Dickköpfigkeit des Bauern hervorgehoben, der jahrhundertelang lernte, Jagd und Zins der mächtigen Feudalherren zu überstehen.

Schwarz lacht:

Nun, die Bauern sind alle tot. Nur noch König und Turm auf dem Feld. Die Dickköpfigkeit ist also nicht der Garant des Sieges, ihre Niederlage aber noch lange nicht die Verurteilung des grundsätzlichen Widerspruchs.

Weiß denkt:

Das Anliegen der Dialektik ist es, den gesunden Ansichten, die später Gewalthaber von der Unabhängigkeit des Weltlaufs hegen, ein Schnippchen zu schlagen und in ihren »proportions« das treue und reduzierte Spiegelbild der unmäßig vergrößerten Mißverhältnisse zu entziffern.

Schwarz denkt:

Die Aufgabe und der Sinn des dialektischen Denkens besteht also darin, auch den logischen Sieg als Niederlage anzunehmen und zu bedenken. Gleiches gilt umgekehrt: eine notwendig erscheinende Niederlage muss auch so überdacht werden, als wäre sie ein Sieg.

Weiß denkt:

Die dialektische Vernunft ist gegen die herrschende die Unvernunft: erst indem sie jene überführt und aufhebt, wird sie selber vernünftig.

Schwarz denkt:

Nur so - im unvernünftigen Denken - kann ich vernünftig sein.

Weiß denkt:

Wie verrannt und talmudistisch war schon, mitten in der funktionierenden Tauschwirtschaft, die Insistenz auf den Unterschied der vom Arbeiter verausgabten Arbeitszeit und der zur Reproduktion seines Lebens notwendigen.

Schwarz denkt:

Es gibt keinen Vergleich, der das Denken darstellen kann. Kein Schachbrett, keine Arbeiter.

Weiß denkt:

Wie hat nicht Nietzsche alle Pferde am Schwanz aufgezäumt, auf denen er seine Attacken ritt, wie haben nicht Karl Kraus, Kafka, selbst Proust, jeder auf seine Weise das Bild der Welt befangen verfälscht, um Falschheit und Befangenheit abzuschütteln.

Schwarz denkt:

Bin ich dann endlich durch mein dialektisches Denken zu einem Schluss gekommen, und das ist schließlich doch Ziel allen Denkens, scheint es nötig dieses Denken nicht zu vermitteln, sondern die Konsequenz dieses Denk-Schlusses in einer nicht dialektischen Form zu transportieren.

Um bei hinkenden Vergleichen zu bleiben: Der Boxer lässt sich nur mit einem Faustschlag besiegen, der schwarze Turm wird sich nie vom dialektischen Gedanken seines Gegners matt setzen lassen. Es brauch immer der logisch scheinenden Handlung.

Weiß denkt:

Vor den Begriffen des Gesunden und Kranken, ja den mit ihnen verschwisterten des Vernünftigen und Unvernünftigen selber vermag Dialektik nicht halt zu machen.

Schwarz denkt:

Die Dialektik muss, kann und ist in letzter Form auch in der Lage sich selbst zu überdenken.

Weiß denkt:

Hat sie einmal das herrschende Allgemeine und seine Proportionen als krank – und im wörtlichsten Sinn, gezeichnet mit der Paranoia, der »pathischen Projektion« - erkannt, so wird ihr zur Zelle der Genesung einzig, was nach Maß jener Ordnung selber als krank, abwegig, paranoid – ja als »verrückt« sich darstellt, und es gilt heute wie im Mittelalter, daß einzig die Narren der Herrschaft die Wahrheit sagen.

Schwarz denkt:

Ist ein dialektischer Gedanke zu seinem Schluss gekommen, so kann er nur durch die unbedingte Annahme seiner Falschheit umstoßen werden.

Ich werde den weißen König gewinnen lassen; das ist mein Schluss. Und ich werde erst in einiger Zeit zum nächsten Duell antreten, mit der unbedingten Annahme, ihn dann zu besiegen. Ich weiß nicht, ob ich ihn heute hätte schlagen können, wenn doch wäre es fatal, wenn nicht gar falsch gewesen. Die Konsequenz meiner Niederlage lässt mich auf größere Spiele hoffen, als die Selbstgefälligkeit eines Sieges.

Weiß denkt:

Unter diesem Aspekt wäre es die Pflicht des Dialektikers, solcher Wahrheit des Narren zum Bewußtsein ihrer eigenen Vernunft zu verhelfen, ohne welches sie freilich untergehen müßte im Abgrund jener Krankheit, welcher der gesunde Menschenverstand der anderen mitleidlos diktiert. - Matt

Nachträgliche Zueignung:

Es kann nicht das Ziel des Denkens sein, unverständlich zu bleiben, aber es kann auch nicht das Ziel sein, nicht zu verstehen:

Ist es also die Kunst des Siegers verständlich zu sein, oder ist es die Schuld des Verlierers nicht zu verstehen? Darüber gilt es zu denken.

Unwesentlich in jedem Fall, wie das Spielfeld des Denkens aussieht. Unwesentlich, wie die Spiele davor, die Spiele danach ausgehen. Unwesentlich, die Größe und Anzahl der Schachfelder, die Beschaffenheit der Figuren, die Dynamik der Züge all das ist banal im Angesicht ihrer Bedeutung, oder ihrer Nicht-Bedeutung.

Wie scheint doch alles Werdende so krank!
Ein Fieberhauch um einen Weiler kreist;
Doch aus Gezweigen winkt ein sanfter Geist
Und öffnet das Gemüte weit und bang.

Ein blühender Erguß verrinnt sehr sacht
Und Ungebornes pflegt der eignen Ruh.
Die Liebenden blühn ihren Sternen zu
Und süßer fließt ihr Odem durch die Nacht.

So schmerzlich gut und wahrhaft ist, was lebt;
Und leise rührt dich an ein alter Stein:
Wahrlich! Ich werde immer bei euch sein.
O Mund! der durch die Silberweide bebt. 2

1 Elias Canetti Aufzeichnungen

2 Georg Trakl

Jochen hat es schon geschrieben: Ab heute gilt Handyverbot in Grazer Bussen und Straßenbahnen.

Verbot - Gebot: Wie auch immer. Merkwürdig, dass es ausgerechnet nach dem (naja) Thriller “Das jüngste Gericht” dazu kommt. Da hat wohl jemand Angst vor dem elfeten Gebot:

Robert Gernhardt, Gott hab ihn selig, schrieb völlig brilliant DU SOLLST NICHT LÄRMEN, herausragen auch die Audioversion, zu finden auf “In Zungen reden”:

Robert Gernhardt:
Das Elfte Gebot

Als nun der HERR niedergekommen war auf dem Feldberg, oben auf seinem Gipfel, berief er seinen Knecht Gernhardt hinauf auf den Gipfel des Berges, und Gernhardt stieg hinauf.

Da sprach der HERR: Ich bin der HERR, dein Gott, und habe seinerzeit vollkommen verschwitzt, meinem Knecht Moses das Elfte Gebot mitzugeben, als er vom Berge Sinal hinunter zum Volke stieg.

So nimm du es und geh hin und steig hinab und verkündige allem Volke das Elfte Gebot.

Und Gott redete nur diese Worte:
“Du sollst nicht lärmen.”

Und Gernhardt tat wie ihm geheißen und stieg hinab und sprach also zum Volk: Dies sind die Lärmvorschriften, die der HERR euch auferlegt hat:

Gesetze über reine und unreine Instrumente

Und der HERR redete mit Gernhardt und sprach zu ihm: Rede mit den Musikern und sprich: Das sind die Instrumente, die ihr spielen dürft in euren Wohnungen.

Alles, was Löcher hat oder Saiten unter den Instrumenten, das dürft ihr spielen, sofern ihr deutlich im Rahmen der Zimmerlautstärke bleibt.

Alle Instrumente aber, die geschlagen werden oder bei denen sich eure Backen blähen oder solche mit elektrischen Verstärkern, sollen euch unrein sein, und ihr sollt sie nicht spielen in euren Wohnungen.

Und diese sollt ihr verabscheuen unter den Instrumenten, daß ihr sie nicht spielet in euren Wohnungen,

denn ein Greuel sind sie: das Waldhorn, der Brummbaß und die Quetschkommode.

Vergehen gegen Ohr und Seele

So du in geschlossenen Ortschaften dein Autoradio einschaltest, so sollst du die Fenster und das Verdeck deines Wagens fest verschlossen halten.

Parkt jemand seinen Wagen, so soll er den Motor im Leerlauf nicht brummen lassen.

Ihr sollt nicht hupen.

Wer seinen Rasenmäher anwirft, der soll dies nur an Werktagen zwischen elf und dreizehn Uhr tun. Und er soll danach unrein sein bis an den Abend und weder eine Motorsäge anrühren noch einen Elektrobohrer noch eine Häckselmaschine noch alles, was Lärm macht.

Ihr sollt eure Bahnhöfe nicht mit Musik bedudeln. Unter Bahnhof aber verstehe ich jedwede Anlage zur Abwicklung des Personen und Güterverkehrs der Eisenbahn, an der Züge beginnen, enden, halten, sich kreuzen, sich überholen oder mit Gleiswechsel wenden können.

Dasselbe soll gelten für U Bahnhöfe, für S Bahnhöfe sowie für alle anderen Bahnhöfe, die Gleise haben. Die aber keine Gleise haben, sind Bus Bahnhöfe, und die sollen ebenfalls nicht bedudelt werden.

Bedudelt keine Flughäfen.

So jemand Tiere hält, welchen die Natur die Gabe verliehen hat zu lärmen, so soll er sie so halten, daß sie keinen Grund haben zu lärmen, oder so, daß ihr Lärmen nicht zu hören ist. Das gilt für Hunde und alles Getier, das den Mond anbellt oder auf Erden winselt, sowie für Papageien und alles gefiederte Volk, das da pfeift, wenn es tagt.

Ihr sollt die Hunde und die Papageien nicht bedrücken.

Wirst du sie bedrücken, und werden sie zu mir schreien, so werde ich ihr Schreien erhören.

Dann wird mein Zorn entbrennen, daß ich euch züchtige, und ihr werdet um Gnade winseln und aus dem letzten Loch pfeifen.

Todeswürdiger Lärm

So ein Mann seinen fahrbaren Untersatz frisiert, auf daß der mehr Lärm mache, so ist er unrein.

Auch der Sattel, auf dem er reitet, wird unrein.

Und er und seine Maschine sollen dein Bann verfallen.

Fährt er aber fort, auf ihr herumzudüsen, so soll er des Todes sterben.

Die Moto Cross Fahrer sollst du nicht am Leben lassen.

So einer auf dem Wasser mit einem Motorfahrzeug herumdüst, und es erhebt auch nur ein Gestörter seine Stimme und saget: Ruhe dahinten!, so soll er sein Düsen unverzüglich und zu jeder Tageszeit einstellen.

In der Nachtzeit aber sollt ihr überhaupt nicht herumdüsen, und schon gar nicht auf dem Wasser.

Auch sollt ihr nicht am Himmel herumdüsen, denn ein Greuel sind mir das Sportflugzeug, die Ultraleichtmaschine und der Hubschrauber.

Und ich will sie alle abstürzen lassen, sobald auch mir ein Gestörter ausruft: Ruhe da oben!, und es kehrt keine Ruhe da oben ein.

Rettungshubschrauber aber will ich nicht abstürzen lassen.

Transportiert aber der Rettungshubschrauber jemanden, den ich habe abstürzen lassen, weil er gelärmt hat, so will ich auch den Rettungshubschrauber abstürzen lassen.

Von den Geräten

Und der HERR sprach mit Gernhardt und sprach also zu ihm: Rede mit deinen Leuten, aber schön ruhig, und sprich: Das sind die Gebote, die euch der HERR gibt für alles, was Knöpfe hat und Lärm erzeugt.

Ihr sollt bei der Aufstellung eurer Hi Fi Anlagen für eine gute Dämmung sorgen.

Ihr sollt nicht am Lautsprecher sparen, auf daß ihr eure Anlage schön leise stellen könnt.

Ihr sollt keine Radios mit euch tragen, so ihr den Fuß aus dem Hause setzt.

Ich aber sage euch: Und ob der was mithört!

Du sollst nicht tönen.

Macht euch nicht selbst zum Greuel an dem kleinen Gerät, das wummert, zirpt und dudelt, und macht euch nicht unrein an ihm, so daß ihr dadurch nicht unrein werdet.

Diese sollen euch in Bahnen und Bussen ebenfalls unrein sein unter den Piepsgeräten, welche Knöpfe haben und die man in die Tasche stecken kann: das Computerspiel, das Handy und der Laptop. Denn alles, was ihr Pieps beschallt, das wird unrein. Und alles Gerät, das gepiepst hat, soll man ins Wasser tun, es ist unrein bis zum Abend und danach unbrauchbar. In euren Wohnungen aber sollen diese Geräte nicht unrein sein.

Ersatzleistungen

Entsteht durch Lärm ein dauernder Schaden, so sollst du geben Lärmen um Lärmen, Ohr um Ohr, Ton um Ton, Krach um Krach. Wer aber fortfährt zu lärmen, der soll des Todes sterben, und seine Lärmquelle soll man steinigen.

Das ist das Elfte Gebot, das der HERR dem Gernhardt gebot für alles Volk auf dem Feldberg.

Ich bin dafür, das die 10 Gebote verdoppelt werden. Das gibt längere Thriller vom ORF, und mehr Spaß.

Das Handyverbot kam mir gestohlen bleiben. Ich fahre Rad, schon die Umwelt und belaste die Nerven der Autofahrer. Mein privates Gebot: Du sollst die Radfahrer nciht auf den Gehsteig drängen ;-)

1.1
Die EU ist Nachfolger der EG, die Verträge über die EU und der über ihre Arbeitsweise sind gleichrangig. Warum man für diese Feststsellung jetzt schon wieder mehr als zwei sätzte braucht, versteh ich nicht.

1.2
Menschenwürde, Freiheit Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit, Wahrung der Menschenwürde, Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität, Gleichheit von Frau und Mann Ich hoffe diese Phrasen tauchen nur noch hier auf, fall später noch einmal lass ich es dann weg, diese höheren Ziele stehen inzwischen in jedem Parteiprogramm und scheinen jede Bedeutung verloren zu haben.
1.3
Friede und Wohlergehen es geht also so weiter
Raum der Freiheit, jetzt wird es etwas spannender: also ein Raum der Freiheit für die Bürger der EU, der den freien Personenverkehr gewährleistet - ohne Binnengrenzen in Verbindung mit geeigneten Maßnahmen zur Kontrolle der Außengrenzen, der Kriminalität, des Asyls und der Einwanderung. Innerhalb der EU also absolute Freizügigkeit, nach Außen aber eine, wie auch immer, GEEIGNETE Kontrolle.
Die Union errichtet einen Binnenmarkt. Sie WIKRT auf eie wettbewerbsfähige soziale Markwirtschaft mit dem Ziel der Vollbeschäftigung. In welcher Form sie WIRKT…?
Umweltschutz und wissenschaftlich technischer Fortschritt, Schutz und Entwicklung des kulturellen Erbes.
Wirtschaftlicher, sozialer und territorialer und solidarischer Zusammenhalt der Mitgliedsstaaten. Währung der Union ist der EURO
Zum Abschluss von Artikel 3 dieser wunderbare Satz: Die Union verfolgt ihre Ziele mit geeigneten Mitteln entsprechend den Zuständigkeiten, die ihr in den Verträgen übertragen sind.

Viele Absichtserklärungen also, die sich lesen, wie die meisten Parteiprogramme die ich kenne. Die Union versteht sich bis jetzt also als geeinter Wirtschaftsraum, mit seinem EURO, der darüber hinaus viel Gutes für seine Bewohner tut/tun will. Ich profitiere sehr von der beschriebenen Freizügigkeit, und auch wenn ich mich oft ins 19 Jahrhundert wünsche, die Möglichkeit ÜBERALL sein zu dürfen, macht die Welt von heute so spannend.
In meinen ersten Wochen in Graz bin ich gleich auf eine BZÖ-Veranstaltung gerannt, dort hat sich dann ein Zuschauer über die EU aufgeregt mit den ungefähren Worten: >Mit der EU is alles schlimmer g’worden, alles teurer, früher konnten wir wenigstens billig Urlaub in Ungarn machen.<
Super, das sind die lustigsten EU-Gegener. Schön auch das Argument von Gerald Grosz:> das wäre ja noch schöner, das gute österreichische Geld noch ins Ausland zu bringen< Also am besten eine Mauer ums Land, keiner rein, keiner rauß. In vielen Köpfen besteht wohl noch das Bild von der Insel der Seeligen. Aber wahrscheinlich muss die EU erst für jeden so spürbar wertvoll werden wie für mich…

Das sind die Schlagzeilen am Dienstag, dem April. Meine fröhliche Morgensendung auf Radiohelsinki heute mit fremden Klängen und noch fremderen Nachrichten. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht, auch wenn es ab nächster Woche wieder ernstahft weiter geht.

Frühaufsteher am 1. April 2008

Leider ließ es beim komprimieren wieder nicht vermeiden, das einige Stellen wie übersteuer klingen… sorry.

Nachtrag 11:30 am

Ich hoffe die Ankündigungen von googleWatchBlog und …nachbelichtet, das sie ihre Blogs einstellen, haben den gleichen Nachrichtenwert wie meine Meldungen.

also this

Ich hab es wieder getan, nach 5 Monaten sportlicher Abstinenz und pseudo-angestrengtem Studium im Dunstkreis des Elektrosmogs, hab ich mich wieder mal dem masochistischen Verlangen der körperlichen Ertüchtigung hingegeben.

Was Miriam Meckel als das “Glück der Unerreichbarkeit” beschreibt. (Tolles Buch - lesen) habe ich mit meinen Privat-Triathlon auf mich zugeschnitten:

Bei leichtem Schneefall eine Stunden durch die GrazerUmgebung radeln. Mich frisch aufgezogenen Reifen eine Freude.

Eine Stunde auf ausgetretenen Reitwegen rennen. Den wunderbaren Duft des österreichischen Landes in der Nase, den Mist am Fuß.

Und dann schwitzend ins Schwimmbad.

Und dort hatt mich die Erkenntniss getroffen. Nachdem ich am Land zwar glücklich die Natur genießen kann, hatt mir das Wasser - das angebliche Sinnbild des Weiblichen  -  ein physikalisches Paradoxon erkennen lassen:

Mein erster Versuch die 25 Meter  komplett zu tauchen, scheiterte kläglich. Im Zweiten schafft ich es völlig außer atem am anderen Ende des Beckens aufzutauchen. Danke, für die Anerkennung.

Viel spannender aber, das ich mich später, mehr treibend als schwimmend, durch das Wasser bewegte, trotzdem mit einem Atemzug die 25 m überwinden konnte.

Wenn ich also ohne jede Anstrengung durch das Wasser tauche reicht meine Luft nicht nur temporär länger, ich konnte auch 1 1/2 Bahnen schwimmen. Keine Heldentat, aber für mich…

Was hat das für Konsequenzen.

Wenn ich langsamer bin, bin ich also schneller?

Das lässt meinen Studienalltag in ganz anderem Licht erscheinen.

Ich muss langsam sein, um schnell zu sein. Mir Zeit lassen, um Zeit zu haben.

Aber ich muss nicht, ich KANN mir Zeit lassen, und komme weiter. Ich weiß nur noch nicht, wie ich das mit meiner Ignoranz gegenüber Roten Ampeln in einklang bringen soll, aber ich bin ja noch jung…

Ich rufe also nicht nur zur Erschöpfung auf, denn sie macht ganz automatisch langsam; sondern auch zur Freude an der Gemütlichkeit. Und es heißt: gemÜtlichkeit und nicht wie man hier sagt gemIEtlichkeit. Es ist eine Frage des Gemütes, nicht, der gemieteten Freizeit.

Die nächste fade Vorlesung sollte ich mich also nicht darüber aufregen, wie fad es ist, sondern kurz hinaus gehn - zwanzig Liegestütz - und mich völlig erschöpft neuen Erkenntnissen zuwenden.