Archiv der Kategorie 'Universität'

23
Okt
09

Gedanken zur Party #unibrennt Wien

Wien ist weit weg, aber Dank Twitter, Livestream und Luca hab ich doch einiges von der Besetzung der Wiener Hauptuniversität mitbekommen.

Meine Solidarität reicht nur leider nicht soweit, dass ich mich kurzfristig auf 12h Zugfahrt begebe und so wird mein Beitrag lediglich ein theoretischer sein.

Bis jetzt scheint es, wie Luca bemerkt, an Realismus und Deutlichkeit der Forderungen zu fehlen. Aber Protest hat ja auch nicht die Aufgabe, fertige Lösungen zu präsentieren, sondern Diskussionen anzuregen. Das dieser Protest in Form einer großen Party stadtfindet, halte auch ich für einen nicht gerechtfertigten Kritikpunkt. Die Party ist die Proteskultur unserer Generation (1, 2) sie ist das Mittel zur Mobilisierung.

Im Audimax Wien wurden gestern also folgende Forderungen „beschlossen“.

Ausgegangen sind sie von der Universität der Bildenden Künste, die wohl den fundiertesten Anstoß für die Proteste gegeben hat, erweitert wurden die Kurzforderungen wie schon erwähnt von Luca (Zitate folgend kursiv), ich werde sie hier weiter diskutieren und hoffe, dass sich weitere Studenten und Professoren finden, die sich daran beteiligen.

Demokratisierung der Universitäten
Studenten sind der Souverän der Universität. Sie müssen in allen wesentlichen Fragen (Curriculum, Personal) mit- entscheidungsberechtigt sein. Zudem gibt es aber ein übergeordnetes Interesse, Vergleichbarkeit bei Bildungsabschlüssen zu erzielen. (Gibt es das? Ist diese durch den Bologna-Prozess gegeben?)

Ein Studienabschluss, der vom Staat vergeben wird soll nicht beliebig sein. Der Staat als Finanzier des Bildungssystems hat also auch ein Recht über die Bedingungen zu entscheiden, unter denen jemand am System teilhaben darf und unter welchen er es mit einem Abschluss wieder verlässt.

Dabei ist der Staat seiner Verfassung verpflichtet, die Gleichheit fordert, bejaht und fördern muss. Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren widersprechen diesem Ansatz, sind aber bisher das einzige Mittel die große Zahl der Studierenden zu bewältigen. Warum aber, werden Vorlesungen nicht längst elektronisch gehalten, via Youtube ausgestrahlt (so wie es das MIT z.Bsp. macht). Warum wird die Kapazität des Bildungssystems an der Größe der Hörsäale fixiert?

Wenn wir aufhören Studenten für einen optiomalen Arbeitskräftemarkt auszubilden, dann werden Studenten ihr Studium abschließen, die dabei Freude hatten und den Arbeitsmarkt selbst gestalten, weil sie eben nicht nur eine Stelle ausfüllen. Professoren und Unis sind nicht die Dienstleister des Arbeitsmarktes, sondern der Studenten. Ihre Anforderungen und Bedürfnisse sollen die Lehre bestimmen, nicht der Arbeistmarkt.

Selbstverwaltung der Universitäten
Universitäten dürfen nicht von der Politik der aktuell regierenden Parteien abhängig sein. Es muss dafür gesorgt werden, dass sie das nötige Geld und Macht bekommen über sich selbst zu bestimmen.

Die Autonomie der Universitäten muss zusätzlich eigene Konzepte der Ausbildung ermöglichen. Fachhochschulen und Universitäten sollten nicht die einzigen Modelle sein, die in Europa Platz haben.

Kontrolliert und Evaluiert werden diese Systeme durch den Souverän, die Studenten.

Transparente Finanzierung der Universitäten
Wohin fließt wie viel Geld und warum. Wer ist an der Entscheidung daran beteiligt? Warum muss Bildungspolitik beim Haushalt mit anderen Bereichen konkurrieren. Bildung muss Bedarfsdeckend und nicht Mindestfinanziert werden.

Freie Masterzugänge

Wenn wir Autonomie und Selbstverwaltung fordern, muss gewährleistet sein, dass Teilnehmer an Masterstudiengängen dazu befähigt sind und die nötigen Vorkenntnisse haben. Das kann durch einen Aufnahmetest geschehen, der sich am Wissen und nicht an der Zahl der möglichen Sitze bemisst. Das kann dadurch geschehen, dass die Abschlüsse des ersten akademischen Bildunsweges nicht von den Universitäten vergeben werden (die immer daran interessiert sind, wenig Durchfaller zu haben) sonder durch eine unabhängige (staatliche?) Prüfungsagentur. Ergebnis wäre evtl. ein ähnliches Model wie das Zentralabitur.

Abschaffung aller Bildungs- und Studiengebühren
Studiengebühren schließen Menschen vom Zugang zu Bildung aus und Reglungen wie dass man in der Mindeststudiendauer keine bezahlen muss, sorgen lediglich dafür, dass einfache Lehrveranstaltungen bevorzugt werden und die Leute durch das Studium hasten, anstatt sich Wissen anzueignen.

Denkbar sind evtl. Absolventenbeiträge, die nach erfolgreichem Start ins Berufsleben gezahlt werden. Ob direkt an die Universitäten oder über eine Bildungssteuer ist zu überdenken. Der Kerngedanke für seine Ausbildung einen finanziellen Beitrag zu leisten, ist nicht verkehrt, sondern er muss nur so konstruiert werden, dass er keine Zugangsbeschränkung darstellt. Wennwir Bildung weiter als Staatsaufgabe verstehen, müssen wir bereit sein Modelle zu akzeptieren, die den gestiegenen finanziellen Bedürfnissen Rechnung tragen.

Keine Aufnahmeprüfungen
Aufnahmeprüfungen schließen ebenfalls Menschen von Bildung aus. Sie nehmen den Leistungsstand von wenigen Stunden und bestimmen damit das gesamte Leben.

Um diese Forderung durchzusetzen müssen zwei Vorraussetzungen erfüllt sein.

1. Vorbildung

Die schulische Vorbildung muss gut genug sein, um zum Studium zu befähigen. Das Zentralabitur ist auf diesem Weg ein sinnvoller Schritt. Förderkurse oder die existierenden Vorkurse ebenfalls

2. Infrastruktur

Freier Zugang heisst tendenziel mehr Studenten. Dabei hat keiner Interesse an volleren Hörsäalen. Hier gilt es noch einmal über die Digitalisierung der Dozenten nachzudenken. Hören in Abwesenheit. Die technische Infrastruktur dafür ist längst da, die Aufmerksamkeit und die Konzentration dürfte außerhalb der überfüllten Hörsäale wohl auch besser sein.

Bessere Dienstverhältnisse für Lehrende
Eine Universität hat wenig Anreiz, wenn den Lehrenden immer mehr Hürden in den Weg gelegt werden, während die Privatwirtschaft mit Geldbündeln winkt. Ich spreche nicht davon, dass man sie mit Geld überhäufen soll, sondern sie dabei unterstützen muss, wenn sie ihrer Überzeugung, Wissen zu teilen, nachkommen.

Dabei gilt es ein Maß von autonomer Lehre und studentischer Kontrolle zu finden. Das Elend, dass ein schlechter Dozent erzeugt, ist zumindest kurzfristig größer als jenes, einer Studiengebühr. Hier gilt es schon in der Phase der Anstellung Studentische Mitwirkung zuzulassen. Nach meiner Beobachtung ist die Einstellung von Dozenten, die gleichzeitig in der Wirtschaft tätig sind, am erfolgreichsten. Sie sind nicht geprägt von akademischen Mühlen, besitzen Praxiserfahrung und sind finanziell nicht primär von ihrer Stelle als Dozent abhängig. Unabhängigkeit, ermöglich auch in diesem Falle die Freiheit „gut“ zu sein.

Flexible und selbstbestimmte Studienpläne
Jeder Student sollte selbst darüber entscheiden können, was für ihn sinnvoll ist und nicht in einen vorgefertigten Pfad gestopft werden, der jegliche Kreativität tötet und lediglich auf schnelles durchwinken ausgelegt ist.

Sind schlussendlich Teil einer unabhängigen Universität. Auch hier muss es aber möglich sein, dass Universitäten (unter Studentischer Mitbestimmung) selbst darüber entscheiden, ob sie flexible oder fixierte Studenpläne verwenden wollen. Beide System haben Vorteile, beide NAchteile, beide werden von verschiedenen Studenten bevorzugt.

Hier zeigt sich die Stärke der Unabhängigkeit. Sie ermöglicht, und das ist im Sinne aller, Wahlfreiheit.

Zum Schluss bleibt zu hoffen, dass die Party morgen nicht schon vorbei ist. Bleibt zu hoffen, dass auch die Gegenbewegung „Wir wollen doch nur unseren Abschluss“ versteht, dass auch sie in diesem offenen System Platz haben. Bleibt zu hoffen, dass alles besser wird.

Es ist mehr als nötig.

Demokratisierung der Universitäten
Jeder Student hat ein Recht darauf mitzubestimmen, wie seine Ausbildung aussieht. Es handelt sich um Menschen, die Verantwortung über ihr Leben übernehmen können und somit auch über die Art und Weise wie sie sich Wissen aneignen. Ich spreche nicht davon, dass es keine Prüfungen mehr geben soll und man ohne Anstrengung irgendwelche Titel bekommt. Darum geht es nicht. Das Studium soll sinnvoll sein und man soll es nicht wegen dem Abschluss machen, sondern weil es spannend ist, weil man lernen will.

Selbstverwaltung der Universitäten
Universitäten dürfen nicht von der Politik der aktuell regierenden Parteien abhängig sein. Es muss dafür gesorgt werden, dass sie das nötige Geld und Macht bekommen über sich selbst zu bestimmen.

Transparente Finanzierung der Universitäten
Wohin fließt wie viel Geld und warum.

Freie Masterzugänge

Abschaffung aller Bildungs- und Studiengebühren
Studiengebühren schließen Menschen vom Zugang zu Bildung aus und Reglungen wie dass man in der Mindeststudiendauer keine bezahlen muss, sorgen lediglich dafür, dass einfache Lehrveranstaltungen bevorzugt werden und die Leute durch das Studium hasten, anstatt sich Wissen anzueignen.

Keine Aufnahmeprüfungen
Aufnahmeprüfungen schließen ebenfalls Menschen von Bildung aus. Sie nehmen den Leistungsstand von wenigen Stunden und bestimmen damit das gesamte Leben. Stattdessen müssen die Studenten im Vorfeld darüber aufgeklärt werden, was das Studium bedeutet, was sie machen müssen und welche Alternativen es gibt. Weiters kann man das System grundsätzlich überdenken, in welche Weise Förderkurse Sinn machen, wenn Studenten ein gewisses Vorwissen nicht mitbringen.

Bessere Dienstverhältnisse für Lehrende
Eine Universität hat wenig Anreiz, wenn den Lehrenden immer mehr Hürden in den Weg gelegt werden, während die Privatwirtschaft mit Geldbündeln winkt. Ich spreche nicht davon, dass man sie mit Geld überhäufen soll, sondern sie dabei unterstützen muss, wenn sie ihrer Überzeugung, Wissen zu teilen, nachkommen.

Flexible und selbstbestimmte Studienpläne
Jeder Student sollte selbst darüber entscheiden können, was für ihn sinnvoll ist und nicht in einen vorgefertigten Pfad gestopft werden, der jegliche Kreativität tötet und lediglich auf schnelles durchwinken ausgelegt ist.

08
Okt
09

Prüfungen abschaffen

Keine Illusionen. Ich erwarte schon nicht mehr, dass ich etwas ändert. Dafür kann ich nur umso freier herumdenken und eine Vorstellung von Universität entwickeln, die sich an keiner Realität wird messen müssen. (Außer an meiner)

Ein Wunsch kann nicht widerlegt werden. Erst recht nicht von den Vertretern des Status Quo. Denen, die gerade wieder fleißig Prüfungsbögen austeilen um die „Qualität der Ausbildung“ zu sichern. Lernerfolge messen. Mit solch höheren Zielen kann ich Ihnen leider nicht dienen. Ich studiere wahrscheinlich in den Augen einiger Kollegen auch nur noch, weil die Qualitätssicherung nicht mit der nötigen Härte praktiziert wird.

Zum Glück gibt es die anderen: Eine reizende Dozentin meinte heute:

„Ich bin nicht hier, um euch auf die Prüfung vorzubereiten“.

Und erntete dafür VON DEN Studenten eine erstaunliche Portion „Ja, aber…“.

Die Prüfung und die gute Note als wichtigstes Grundbedürfnis neben Nahrung, Schlaf und warmer Kleidung? Zahlen zwischen 1 und 6 als Maßstab der eigenen Leistung, vielleicht sogar als Anspruch? Wenn sich Studenten schon wünschen, dass ihre geistigen Freiheiten dadurch eingeschränkt werden, dass sich alles nur noch um den alles entscheidenden Fragebogen dreht, ist alles zu spät. (Glauben Sie nicht, wir können unsere Bestätigung und Kritik auf anderem Wege erlangen? Reden wäre da eine Variante. Lob, Kritik, Auseinandersetzung, Rechtfertigung. Vorstellbar?)

Wenn sich Studenten Beispiele und Vorgaben wünschen, statt ihre Gedanken auf möglichst großem Feld auszuspielen, ist alles zu spät. (Glaube sie nicht, dass auf einem weißen Blatt besser geschrieben werden kann als auf einem Formular? Und wer braucht überhaupt Blätter?)Die Welt

Wir sind so geprägt von falschen Anreizsystemen, kruden Orientierungen. Unsere determinierten Köpfe produzieren nur noch Mittelmäßigkeit. Ausfüllwissen. Zu viele von uns verordnen sich selbst Grenzen, weil wir seit unserer Grundschulzeit an diese Muster gewöhnt wurden, sie adaptiert haben und inzwischen kaum mehr ohne sie zurechtkommen.

Nicht aus Blödheit, sondern aus Hörigkeit. Hörigkeit gegenüber einem Apparat, der sich dazu legitimiert sieht Berufszugänge zu kontrollieren und Menschen von 1-6 zu kategorisieren. Ein Apparat, der sich dann erfolgreich nennt, wenn es viele „geschafft“ haben. Ein irres Spiel, in dem ein Apparat Regeln aufstellt, deren Befolgen er dann als Auszeichnung für die Existenz seiner Regeln versteht. (Den Satz ruhig zweimal lesen, hab ihn auch doppelt geschrieben.) Ein irres Spiel, in dem ein Apparat Regeln aufstellt, deren Befolgen er dann als Auszeichnung für die Existenz seiner Regeln versteht.

Zensuren spielen keine Rolle mehr. Außer für den Apparat. Außer für jene, die sie eine Rolle spielen lassen.

Wir kommen ohne sie zurecht. Wir, die Welt voll von klugen Leuten.

Stellen sie sich vor, Schulen und Universitäten ohne Noten. Plötzlich wäre wirklich jeder gezwungen klug zu sein.

Klug zu werden. Zumindest im Ziel sind wir uns ja hoffentlich einig.

24
Mär
09

FH-Lehre mit Wetpaint #Uni 2.0

Endlich komme ich dazu wenigstens kurz das Social-Media-Tool vorzustellen, mit dem an unserer FH die PR-Vorlesungen im 4. Semester unterstützt werden.

Wetpaint ist ein kostenloses Online-Wiki-System, dass sich über Google-Ads zu finanzieren scheint. Für ein pädagogisches Projekt wie das unsere wurde die Werbung aber schon abgeschaltet.

Jetzt steht uns eine Webseite zur Verfügung, die öffentlich und leicht zu bedienen ist. Die Funktionalität ist nach den ersten Eindrücken recht gut. Bis jetzt konnte ich ohne Anleitung und sehr intuitiv (wenn auch inhaltlich zurückhaltend) arbeiten. Mitarbeiter von außen lässt das System prinzipiell zu, für unseren speziellen Fall müssen diese aber eingeladen werden. (Ist sicher sinnvoll, schade nur, dass sich die Kommentarfunktion nicht generell freischalten lässt)

Funktionen:

Wir nutzen die Seite im Moment für zwei Dinge und ich kann noch nicht sagen, wofür die Seite besser oder schlechter geeignet ist.

Zum einen werden die Referate, die jeder Student halten muss dokumentiert, kritisiert und je nach belieben auch online vorbereitet. Zum anderen läuft ein Teil der Organisation für die geplante PR-Konferenz PRleben auf der Plattform.

Hier bin ich vor allem gespannt, ob die Plattform hilft, Termin einfacher zu koordinieren und Aufgaben ohne lästige Meetings zu vergeben etc.

Die Plattform wetpaint bietet also ein paar mehr Funktionen als ein klassisches Wiki, Lobenswert die integrierte Möglichkeit Threads/Artikel bei Facebook zu integrieren oder bei delicious zu taggen.

Eindruck

Nach den ersten zwei (drei?) Einheiten mit der Plattform bin ich recht zuversichtlich. Ich hab den Eindruck, dass alle „Bedürfnisse“ die wir an eine solche Plattform haben, erfüllt sind. Optimierungspotential (Design, Kalenderimport/Export, Multifeed, etc.) gibt es natürlich immer, aber ich bin gespannt wie ich etwa im Juni über die Plattform denke. Dann ist das Semester vorbei und es lässt sich sicher mehr über Stärken und Schwächen des „Programms“ sagen. Oder über die von uns Studenten. (Mir fehlt zum Beispiel im Moment die PRistische Muse um mich mehr auf de Plattform zu bewegen..)

Andere:

Die Kollegen aus dem „jüngeren Jahrgang“ nutzen den SocialMediaClassroom. Bis jetzt hat nur Heinz darüber geschrieben, ich bin gespannt wie das Feedback der Kollegen aussieht. Die Forderung nach einer Präsentation wurde ja auch schon bei den Kommentatoren von Heinz laut…

10
Mär
09

Prüfungen

Für die Interessierten:

Markwirtschaft bestanden. In Russisch eine Punktlandung.

Für dieses Semester kann es nur noch an Beistrichfehlern scheitern.

07
Mär
09

UNI 2.0 – Alles wird besser

Ungeachtet der Themen, die zu behandeln mir der juristische Anstand  verbietet, gibt es auch gute Nachrichten aus meiner geschätzten Hochschule.  Nein, keine Prüfungsergebnisse, auf die muss ich noch warten, sondern das bevorstehende Semester.

Die von mir eher mit Misstrauen beäugten Lehrveranstaltungen (LV) zur PR versprechen für das nächste Semester erstaunlich viel. Ein Teil der LV wird in English gehalten. Maybe this will help me to get more confident…

And, we use a kind of multimedia-classroom. Unglaublich. Während mir vor nicht all zu langer Zeit noch jede Zuversicht gefehlt hat, das eine sinnvolle Webnutzung an der FH zum Alltag gehört, scheint es nun loszugehen.

Die PR-Veranstaltungen werden in irgeneiner Form über eine Onlineplattform begleitet. Die Frage ist nur welche.

In der engeren Wahl sind Wikis, wie sie zum Beispiel von den Wiener Philosophen verwendet werden (MediaWiki) oder die OnlinePR-Studenten aus Darmstadt. (PMWiki)

Ein Blogportal verwendet die Uni Osnabrück. Läuft über WordPress und ist öffentlich und einfach per RSS zu abonnieren. Eine Kombination dieser beiden Systeme (also Blogs und Wikis) könnte sinnvoll sein. Allerdings sehe ich die Gefahr, dass zu oft die Frage auftauchen könnte, was nun wohin geschrieben werden sollte. Weniger also vielleicht mehr…?

Alternativ dazu würde sich auch der „SocialMediaClassroom“ anbieten. Beschrieben ist er ausführlich hier.

Den testen die Kollegen des jüngeren Semesters. Ich bin also entschieden dafür, eine der anderen zu probieren.

Welche Fragen sollten nun entscheiden:

Offenheit vs. Geschlossenheit: Bleiben wir unter uns, oder sind wir öffentlich? Für mich klar zweiteres.

Usebillity/Handhabbarkeit: Deshalb ist das bisherige Drupal-System wohl nicht angenommen wurden. Too much, too ugly and too far away from our daily online-life. Ein Wiki dürfte aber wohl kein Problem sein.

Funktionalität: Was muss es können?  Was wollen wir von dem System?

Auch dazu hatte ich mir schon einmal Gedanken gemacht. Und an den Antworten hat sich nicht so viel geändert. Die Kombination von Wiki und Blog halte ich nach wie vor für reizvoll. Gerade weil sich in der LV jeder ein spezielles Thema erarbeiten soll und dieses über ein Referat und eine Onlinedokumentation darstellen soll. Da Bloggen aber Kontinuität und Mut zur Unvollkommenheit erfordert, ein Wiki hingegen fortlaufend optimiert werden kann, ist zweiteres wohl das bessere. Für uns und für das nächste halbe Jahr.

Ich bin gespannt.

18
Feb
09

GERETTET – Marktwirtschaft 1

Nachdem ich gestern Robert Misik interviewt habe, ob erfolgreich mögen andere spätere beurteilen, sollte es nun heute daran gehen, sich auf einige Prüfungen vorzubereiten. Mein geschätzter Bruder löst das anscheinend mit göttlichem Beistand. Ich hab mich natürlich gefragt, wie mir dieses Internet helfen kann.

Als Quelle, nun ja, klar. Aber kann es mich auch motivieren, zur Regelmäßigkeit zwingen, Konzentration fördern und mir durch Partizipation Arbeit abnehmen? Mal sehen. Der pol(i)y-bloggende Dominik hat mit seinen „Fragen zur Finanzkrise„  den hoffentlich richtigen Anstoß gegeben.

Ob er will oder nicht ;) , bis zur Prüfung werd ich versuchen, die sieben Fragen möglichst zu beantworten. Dabei werde ich natürlich haupsächlich auf die thoretischen Modelle und Begriffe der Lehre zurück greifen. (Bestreben)

Zur Prüfung muss ich nämlich eine ziemliche Agglomeration von Begriffen drauf haben. (Den ersten hätten wir)

Gut, Die Idee ist klar, mal sehen was draus wird. Ich bin gespannt, ob ich es schaffe die exklusive Leserzahl noch einmal zu exklusivieren.

Starten wir mit der schönen Einstiegsfrage:

7. Und wie – verdammt noch mal – funktioniert die Börse? (Ich bitte um Erklärungen, als würde man es einem Kindergartenkind erklärenag: wie spekuliert man? Was ist ein DAX, ATX, Nasdaq?)

Die Börse ist der Ort, an dem die Anteile an Firmen/Unternehmen gehandelt werden.

Jede Aktiengesselschaft (AG) verteilt ihr Grundkapital (Der Wert des Unternehmens) auf Aktien. Das Grundkapital besteht zumindest am Anfang aus all dem Geld, was in Form von Grundstück, Gebäude und „Geld“ in dem Unternehmen steckt. Und das muss ja irgenjemandem gehören: Den Aktionären.

So wird der Besitz geregelt.

Bei kleinen Unternehmen gehört alles dem Chef. Bei Aktienunternehmern gehört jedem Aktionär sein prozentualer Anteil. Je mehr Aktien ein Unternehmen ausgibt (emittiert), desto kleiner wird der Anteil des einzelnen Aktionärs am Unternehmen.

Was passiert nun an der Börse:

Hier werden die Aktien, also die Anteile an den Unternehmen gehandelt. Und zwar nach sehr grundlegenen Markgesetzen.

1. Es gibt ein beschränktes Angebot: Von jedem Unternehmen gibt es nur eine beschränkte Anzahl von Aktien.

2. Die Nachfrage regelt den Preis: Wollen viele Käufer eine bestimmte Aktien kaufen, steigt deren Preis. Denn derjenige, der die Aktie verkaufen will, kann mehr verlangen, wenn er mehr Käufer zur Auswahl hat.

Steigende Nachfrage = steigender Preis.

Was bedeutet das:börsenwert

Steigt der Preis/Wert pro Aktie steigt der Börsenwert. Der spiegelt wieder, was das Unternehmen an der Börse für einen Wert(aufgeteilt in Aktien) . Damit steigt aber nicht automatisch der reale Wert des Unternehmens.

Die Aktionäre hoffen/vermuten lediglich, dass aus dem Unternehmen mit den 1000$ Stammkapital bald ein Unternehmen wird, mit mehr als 1200$ Kapital.

Aktionäre „spekulieren“ also auf die zukünftige Entwicklung eines Unternehmens und kaufen dessen Aktien und damit ein (Besitz-)Anteil.

Deshalb steigt der Aktienkurs/Börsenwert eines Unternehmens auch meist, wenn Gewinne des Unternehmens (und damit eine Erhöhung des Unternehmenswertes) verkündet oder in Aussicht gestellt werden.

So zumindest die Theorie der heilen, alten Börsenwelt. Vom Prinzip her geschieht nichts weiter, als das Anteile von Unternehmen zu ständig wechelnden Preisen verkauft werden. Die Preise sind deshalb so instabil, weil mit den Anteilen auch immer die Erwartung an den künftigen Wert des Unternehmens verknüpft sind.

Index/Indizes

Der DAX, der ATX, des Nasdaq. Das sind alles so genannte Börsenindizes. Sie bilden die Entwicklung einer definierten Gruppe von Unternehmen ab.

Der DAX umfasst zum Beispiel 30 deutsche Aktiengesellschaften.

Dabei werden aber nicht einfach die Börsenwerte der Unternehmen addiert, sondern die Unternehmen werden verschieden gewichtet. Dabei spielt der Anteil an Aktien eine Rolle, die nicht mit mehr als 5% in der Hand eines Aktionärs (meist der Eigentümer) sind. Diese Aktien sind der sogenannte Streubesitz. Die Wertung der einzelnen Unternehmen im DAX ist mir zu kompliziert, die Deutsche Börse hat da eine Formel, mit der sich mein Bruder vielleicht mal befassen mag…

Grob gesagt: Der DAX zeigt, wie sehr sich der Börsenwert der in ihm gelisteten Unternehmen verändert.Er gibt sehr unganau auch Aufschluss darüber, was die Summe der Aktionäre von den Unternehmen erwartet.

Soviel vielleicht als erster Einstieg. Korrekturen und Fragen sind unbedingt gewünscht und nötig. Ich werd morgen noch einmal mit der Lektüre verbringen. Hier versuche ich dann doch alle möglichst einfach zu erklären und die merkwürdigen (aber prüfungsrelevanten) Begriffe zu vermeiden…

spätestens Freitag dann zur Frage 2. Hat eigentlich noch kein einziger Politiker Robert Misiks Buch gelesen? Es beschreibt wunderbar meine Ansichten und wäre ein guter Ratgeber für die Finanzkrise (und gegen die neuen Konservativen). Warum wird zurzeit so viel Geld in die Wirtschaft hineingesteckt (vor allem in Konzerne, die für all diesen Mist heute zuständig sind), und nicht in den Sozialstaat? Warum erhöht man nicht das Arbeitslosengeld, wo bleibt das Grundeinkommen? Warum nimmt man sich jetzt nicht die Zeit und das (im Überschuss verbutterte Geld) um den Sozialstaat (in Österreich) von Grund auf zu erneuern und zu verbessern? Um die Schere zwischen Reich und Arm wieder etwas zuschnappen zu lassen? Sind denn alle Politiker so blind? Oder so verdammt konservativ?

Aus meinem kleinen „Post-Interview-Down“ bin ich damit hoffentlich rauß. Der Misik kommt erstmal ins Regal, gleich neben den Brecht, oder doch besser neben “ Eristische Dialektik – Die Kunst recht zu behalten“ ?


14
Feb
09

Die OpenSource Vorlesung: Licht am Ende des Uni 1.0 Tunnels.

Über einen Umweg bin ich auf ein, wie ich meine fortschritliches, Projekt der Uni Wien gestoßen.

Während die Publizisten, wie wir gelesen haben, noch nicht einmal wissen was ein Podcast ist, sind die PHILOSOPHEN der Uni Wien schon voll dabei ihre Lehrveranstaltung mit den Tools des Web 2.0 zu begleiten; und mehr noch:

Ihre Vorlesung spielt sich, wie Ao. Univ.-Prof. Dr. Herbert Hrachovec in seiner letzten Vorlseung sagt, nicht nur im „Cyberspace“ ab.

“ die Ausschließlichkeiten, nämlich in dem Sinn traditionelle Lehre gegen telematisch vermittelte Lehre im Cyberspace, in der Virtualität ohne Körper und so, dass diese Dualität der Wirklichkeit nicht entspricht, [...] ist, wenn man so will “The best of both Worlds“.

Was machen die Wiener: sie haben ein Wiki angelegt (das bis jetzt nur partiell gefüllt ist), sie stellen die Vorlesungen per Audiodatei und Transkript zur Verfügung, haben eine Sammlung von Videos und fassen ihre Unterrichtsgegenstände zusammen. Zum Beispiel das Demokratiedilemma. Ein Grund für die Studenten, nicht mehr in die Vorlesungen zu kommen, nein:

„Es gibt eine Kommunikation, Reaktionen im Sinne der traditionellen Vorlesungsszenarios und es gibt die Möglichkeit, reinzunehmen, reinzubinden. Studierende, die aus Termingründen, aus Berufsgründen oder so hier nicht sein können zu diesem speziellen Zeitpunkt und trotzdem partizipieren können. Das eine verdrängt das andere nicht, sondern ergänzt sich eher. Das scheint mir eine sehr positive Entwicklung zu sein, in die die Technik uns gewisse Hilfestellungen gibt. „.

Wieviel mehr hinter dieser Idee steckt, wird klar wenn man Dr. Hrachovecs Vorlesungen folgt. Die „Gelehrten“ lassen es zu, das „Unwissende“ in ihrem Fachgebiet trotzdem das Recht haben, an ihrem Wissen teilzuhaben.  Sie lassen es zu, das sie selbst mit all ihrem Wissen und ihren Fehlern öffentlich sind.Großartig.

(Allerdings wird beim Abspielen der Audiodatei schon klar, dass die Philosophen recht wenig Ahnung von Mediaproduktion haben ;) Verstanden, was man mit der Technik machen kann, haben sie aber vor uns. (Es ist ja nicht so, dass das MIT nicht schon länger ein gutes Beispiel wäre).

Warum wäre das kein erster Schritt?

Vorlesungen werden mitgeschnitten, gleichzeitig lernen wir dabei den Umgang mit Mikro, Audioschnitt und all den Audioproduktionsabläufe, die ja eh Thema des ERSTEN Semesters sind.

Diese Files stellen wir als Podcast (also via RSS) zur Verfügung und legen ein Portal/Wiki an, in dem Diskussionen über die Lehrinhalte, Prüfungsvorbereitung (wahrscheinlich für die meisten das Wichtigste), weiterführende Literatur usw. angelgt werden. Das ist sowohl im Interesse derer, die sich nur mit dem Bestehen von Prüfungen befassen wollen, außerdem im Interesse derer, die darüber hinaus denken. Lediglich die Professoren dürften ein wenig ängstlich sein. Aber wer wöllte von Ihnen schon gegen Platon argumentieren?

Man könnte Ihnen auf die Finger schauen. Gibt es da was zu verbergen? Wir wollen es nicht hoffen. Jeder Lehrende also, der davon überzeugt ist, das sein Unterricht von guter Qualität ist, muss doch ein größtses Interesse daran haben, ihn in der Form aufzubereiten, wie es die Wiener Philosophen vor machen.

Für besser Klangqualität kann ich dabei garantieren.

11
Feb
09

was müssen wir eigentlich wissen?

Auf den Artikel von Nico Alm will ich noch hinweisen. Er schimpfte schon Ende Jänner völlig zurecht über fehlendes  Verständnis für das Internet an der  Publizistik Wien.

Dass ich in meinem letzten Beitrag davon schon wieder abgewichen bin, mag daran liegen das wir auf der FH (Journalismus…) zumindest einen größeren Anteil webaffiner Studenten haben, die wissen worum es sich bei Blogs, Twitter und delicious handelt .  Schöne wäre es, wenn das Ganze selbstverständlich wird. Aber mit einem Blick nach Wien schient das noch weit entfernt.

Ich könnte jetzt noch Seitenlang schimpfen, dass Storys, wie die des erfundenen Vornamens, weder für einen besseren Journalismus sorgen, noch für eine gesundes Verhältnis zum Internet. Hat aber Thomas Knüwer schon. Und auch, dass dieses Thema vielleicht ein wenig belanglos ist; (immer diese Aufregung) auch das hat Armin Wolf schon angedeutet.

Ich kann mich also wieder nur mal selbst drauf einschwören, später alles anders zu machen. Und hoffe, dass sich die Erkenntnis der FH-Studenten, dass dieses Internet ja doch „irgendwie wichtig“ und nicht „so ganz schlecht“ ist, auch an den Unis rumspricht…

10
Feb
09

UNI 2.0 – über Perspektiven On- und Offline

Auf dem Kalgenfurter Barcamp haben Luca Hammer und ich über die Online-Entwicklungen an der Uni Wien (Publizistik) und der FH JOANNEUM (Journalismus und PR). Ausgangspunkt war die ähnliche Motivation zu diesen Artikeln. (meine beiden)

Diesmal haben wir uns aber recht schnell von der Frage verabschiedet, welche technischen Kenntnisse vorausgesetzt werden können, um Studenten ein Plattform zum vernetzen Lernen zu bieten. Diesmal haben wir, auch dank den weit über die Session hinausgehenden Anregungen der anderen Barcamper, über ein wohl entscheidenderes Problem gesprochen.

Hier schreibe ich nun in zwei Kontexten gleichzeitig. Zum Einen will ich die Gedanken der Session bündeln, zum anderen versteht sich der Beitrag auch, als Apell an meine Kollegen.  – Von denen mich einige gerade beeindruckend davon überzeugen, das ich mit einigen Vorwürfen Unrecht habe.

Luca und ich nehmen an, dass die nötige Einstellung von Lehrenden und Studenten zum Internet ist wohl wichtiger, als das technische Verständnis.

Eine generelle Ablehnung des Internet dürfte weder bei Studierenden, noch bei Lehrenden der Fall sein. Die Älteren erkennen die Notwendigkeit und Relevanz des Mediums, die Jüngeren sind damit groß geworden.

Warum also reduziert sich der digitale Wissensaustausch, das vernetzte Organisieren auf einen verschwinden geringen Prozentsatz? Warum tauscht die große Masse nur Partybilder und Flirtbotschaften über StudiVZ?

Erklärender Vorwurf und vorwurfsvolle Erklärung.

Dem Großteil der Studenten, ich rechne mit über 75%, ist der Inhalt und Qualität ihrer Lehre, Wissensaustausch über ihre Themen, Vernetzung mit ähnlich Interessierten schlicht egal. Einen Abschluss bekommt man nicht durch intensive Selbstreflexion, Diskurs, einen weiten Horizont.

Einen Abschluss bekommt Ihr durch Anstand, Anwesenheit, Auswendiglernen und Antizipation. Ach ja, und durch richtig gesetzte Beistriche. Alles wichtige Skills für den Rest des Lebens, ohne Frage, aber für all das braucht ihr kein Internet und kein engagement. Den Abschluss gibt’s auch so, nach 4 Jahren ist es vorbei. Ein Schein auf dem steht, das ihr alles könnt, was euch nicht interessiert. Kann es das gewesen sein?

Darum haben sie selbstverständlich kein INTERESSE Webtools zu nutzen, die das möglich machen würden. Darum haben sie auch klein Interesse, gegen unfähiges Lehrpersonal aufzubegehren. Egal wie groß der Konsens darüber wäre. Aufbegehren gehört nämlich nicht zu den Skills die zum Abschluss führen. Leider. (Auch hier gilt: Ein warmer Sonnenstrahl, für diejenigen, die mich gerade eines Gegenteils belehren.)

Seit langem versuche ich, euch mit teils untergriffiger Provokation aus eurem bornierten Desinteresse zu holen. Sowohl Notwendigkeit als auch Methode überdenke ich regelmäßig. Viel lieber wäre mir ein motivierender Positivismus, deshalb ein paar erste Schritte von mir. Vielleicht auch ein paar von euch:

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich aus einem quälend beginnenden Interesse an einer „SACHE“ recht schnell ein leidenschaftliches Interesse entwickelt. Wenn ich erst einmal merke, was ich mit dem Wissen über ein Thema anfangen kann, dass mich dieses Spezialwissen auch ganzheitlich weiterbringt (weil ich nämlich ständig kritisiert werde,  debattieren und dazulernen muss), wenn das erst einmal eintritt, dann geht es von ganz allein.

Und wenn es ein Thema wie Twitter ist.Für jedes Thema gibt es andere Fans. „You will find your audience.“

Den Magister of Irgenwas bekommt heutzutage jeder. Zumindest wenn er nach den oben genannten Regeln spielt.  Zum Experten eines Themas werdet ihr nur durch Eigeninitiative. Die kann euch kein Internet bieten.

Das Internet macht es nur einfacher Informationen zu finden, sie zu organisieren, sie zu teilen, dadurch andere Interessiert zu finden. Wissen zu entwickeln. Experte zu werden, für ein Publikum, dass genau danach sucht.

Ich werde weiter Tool nutzen, die mich klüger machen, und hoffe, dass kollektives Lernen nicht einseitig bleibt. It’s so easy.

  • Ideen in Spreadsheets entwickeln. Mit denen die es wollen. OH YEAH.

  • Den universitären Tagesablauf über einen geteilten Googlekalender organisieren, der zwar nur von der Hälfte der Leser auch befüllt wird. Soll Evil-Google doch wissen wann ich im Unterricht sitze.

  • Und ich werd weiter über euch schimpfen, die Ihr all das nicht wollt/könnt/macht. Ich versteh es einfach nicht. Nach den Diskussionen mit euch nur umso weniger. Im Gegenteil, meine Schlimmsten Befürchtungen werden zu selbsterfüllenden Prophezeihung. Meine Angst, das ihr kein Interesse, keine Begeiserung für IRGENDETWAS habt, bestätig Ihr mit täglichem Schweigen. Das es sonst niemand stört, auch das geschätzte Kollegium nicht, führt jetzt zur traurigen Frage, ob ich einfach 320 Jahre zu spät geboren bin. Das gabs zwar kein Internet, aber darauf hätte ich dann auch gern verzichtet…

By the way. Die schönen Menschen, die man über das Internet so kennen lernen kann, gibts wieder mal bei Flickr. Unvorstellbar, was die alles wissen.

03
Feb
09

Die Zukunft der Online-PR ist Online

Ich hab ein wenig gebraucht, um dieses schlüssige Fazit aus der Fachtagung in Darmstadt zu ziehen.

Das mag an mir liegen, oder daran, dass die Referenten haupsächlich den aktuellen Stand der Online-PR beschrieben haben. Daraus abgeleitet trotzdem der Versuch eines Fazit, maßgeschneidert für die geschätzten Kolegen meines Studienganges:

  1. für Journalisten:

    Durch die PR droht erstmal keine Gefahr. Die klassischen Medien werden in naher Zukunft nicht durch den direkten Kontakt zwischen Konzern und Kunde ersetzt. Dafür sind weder Kunden noch Konzerne internetafin genug. Klassische Pressearbeit darf nicht vernachlässigt werden, das wiederholte Thomas Pleil mehrfach. Wir freuen uns, dass die Medien ihre Relevanz behalten. (Da gab es ja schon genug Gegenstimmen)

    Wir dürfen uns damit auch weiter auf buffetierte Pressekonferenzen, blödsinnige Pressemitteilungen und bluffende Pressesprecher freuen. Und darauf, dass wir unseren Job noch eine Weile vernünftig machen können.

  1. für PRisten

    Für euch gibt es genug Jobs. Besonders an Digital Natives scheint es zu fehlen. Am weitesten war wohl Uwe Knaus von der Daimler AG, der selbst twittert und mit dem Daimler-Blog für eines von zwei bloggenden Dax-Unternehmen verantwortlich ist. Sind also noch 28 Posten zu besetzten. Dazu der Posten des Community-Managers. Den Tweets der Darmstädter Studenten zu Folge ein neuer Traumjob, der in der professionellen Betreuung von Facebook, StudiVZ oder dem Odenwaldnetzwerk besteht. Unklar ist dabei, ob sich Konzerne am besten ein eigenes kleines Netzwerk bauen, oder die bestehenden Dickschiffe mit Gruppen, Fanpages etc. infiltrieren sollen.

Stichwort Darmstädter Studenten. Eine tolle Tagung haben Sie organisiert. Da muss PRleben.com ganz schön nachlegen. Naja, sind ja noch über drei Monate.

Zur Erinnerung an die freundlicherweiße von meiner FH finanzierte Reise, hier die vielen schönen Menschen im Campus, allen voran natürlich die Damen des Organisationsteam: (alle anderen im Flickr-Stream)